Biografie

Christian Death, deren Name eine ironische Anlehnung an Christian Dior ist, gilt als eine der frühen Death Rock-Bands im Westen der USA.

Bandgeschichte

Christian Death sind eine Band, die 1979 in Los Angeles von Roger Allen Painter alias Rozz Williams († 1998) gegründet wurde. Sie löste sich bereits 1981 wieder auf, reformierte sich jedoch im selben Jahr durch die neuen Bandmitglieder James McGearty und George Belanger Rikk Agnew. 1984 wurde Valor von Pompeii 99 auf Christian Death aufmerksam, was zur Folge hatte, dass dieser kurz darauf bei der Band einstieg, Gitane DeMone im Schlepptau. Es folgen Streitigkeiten, die Rozz Williams dazu bewegen die Band zu verlassen, Valor wird nun der Kopf von Christian Death. Valor ändert auch die nach außen kommunizierte Bedeutung des Namens Christian Death in dem er feststellt ´For sin and sacrifice we must die a Christian Death´. Fortan ist die Gemeinde der Christian Death-Fans in zwei Lager geteilt: Rozz- vs. Valor-Fans. Rozz Williams veröffentlichte nach einer gewissen Zeit auf dem Cleopatra-Label zahlreiche CDs unter dem Namen Christian Death, allerdings mit dem Zusatz „feat. Rozz Williams“. Dazu zählen Neubearbeitungen alter Christian Death-Songs, wie auf „The Iron Mask“ (1992). „Invocations“ (1993) ist eine Sammlung von Live-Aufnahmen mit teilweise sehr schlechtem Sound aus den Jahren 1981 und 1982, einer Aufnahme von David Bowies „Dodo“ aus dem Jahre 1989, als Rozz Williams schon gar nicht mehr Mitglied bei Christian Death war (es handelt sich also höchstwahrscheinlich um die Aufnahme eines seiner Soloprojekte), sowie in klanglicher Hinsicht annehmbaren Demo-Aufnahmen aus den Jahren 1983 und 1985. Auf der Rückseite der CD heißt es dazu: „Please be aware that some of the music on this compilation was recorded without our permission, therefore the sound quality does not meet professional standards. However the songs that we have selected from these bootlegs we happen to like very much. Faithfully yours, CHRISTIAN DEATH“. Doch wie beschrieben hatte diese Aussage nichts mit den eigentlichen Christian Death zu tun, sondern nur mit Rozz Williams und der Plattenfirma Cleopatra. Allerdings ist dies eine streng formaljuristische Sicht der Dinge. Valor hatte nämlich nach Rozz Williams’Ausstieg die Namensrechte erworben - sehr zum Unwillen von Rozz Williams, der nach seinem Ausstieg bat die Band unter einem anderen Namen fortzuführen. Nichstdestotrotz bzw. gerade deshalb ist „Invocations“ unter alten Christian Death-Fans recht beliebt, da sie den Charme der Band in ihren Anfangstagen, insbesondere den besonderen, exaltierten Gesangsstil von Rozz Williams, der teilweise gewollt schief und dabei hinreißend verzweifelt die Texte nicht singt, sondern vielmehr schreiend heraus klagt. Es folgten auch komplett neue Alben unter dem Signet „Christian Death feat. Rozz Williams“, wie „The path of sorrows“ (1993) oder „The rage of angels“ (1994). Auf letzterem befand sich mit „Panic in Detroit“ eine Coverversion eines alten David Bowie-Songs, die später von verschiedenen Künstlern remixt wurde, was wiederum als Compilation unter dem Titel „Death in Detroit“ ebenfalls auf dem Cleopatra-Label veröffentlicht wurde.

Beachtung fand die Band nicht nur wegen ihrer Musik, sondern auch wegen der damit verbundenen - provokativen - politischen und anti-religiösen Äußerungen. Christian Death ist einer der vielen Bands / Musiker, die das 1933 von dem ungarischen Pianisten Rezső Seress komponierte Stück „Gloomy Sunday“ auf der 1986 veröffentlichten LP „Atrocities“ interpretierten.

Nachfolge- bzw. Solo-Projekte

* Shadow Project
* Premature Ejaculation
* Mephisto Walz
* Rozz Williams
* Gitane DeMone
* The Crystelles
* Daukus Karota
* Heltir

Bearbeitet von dark_path am 21. Sep. 2011, 11:27

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