Biografie

Brutal Attack ist eine international bekannte patriotisch nationalistische Rockgruppe aus Großbritannien um Ken McLellan.

Anfänge

Die Band Brutal Attack wurde 1980 gegründet. Ken McLellan wurde von seinen Klassenkameraden der Garth Highschool in Morden, Surry angesprochen, ob er die Rolle des Sängers in der neu gegründeten Punkband Brutal Attack übernehmen würde. Es wird vermutet, dass Ken schon 1978 die Ambition entwickelt hatte eines Tages in einer Band zu spielen. Dieser Schlüsselmoment soll bei einem Generation X Konzert in einem Londoner Nachtklub im Winter 1978 gewesen sein, als Ken selbst noch 14 Jahre alt war.

Am 27. Juni 1981 kam es zum aller ersten Konzert der Band zusammen mit den Gruppen Savage Six und Nauseau im Phipps Community Centre in Mitcham. Das zweite Konzert folgte am 10. Juli in der Assembly Hall in Morden. Die Besetzung der ersten beiden Konzerte bestand aus Ken McLellan (Gesang), Scrome, George Grimes und John Whittington. Es schlossen sich eine Reihe von Konzerten an die bisherigen an. Am 2. Februar 1982 war Brutal Attack im 100 Club Vorband für die UK Subs, Erazerhead und Long Tall Shorty, welche ihr letztes Konzert gaben. Die Band nahm von diesem Konzert einen Mitschnitt auf, welcher unter dem Namen „Live … For Kicks“ auf Kassette im Eigenvertrieb verkauft wurde. Diese Kassette wurde 2007 von 4U Vinyl auf LP und von Rebel Records auf CD neuaufgelegt. Diese Aufnahmen vermitteln einen guten Eindruck über die Anfangszeit der Band.

Textlich gesehen vertritt Ken mit Brutal Attack zunächst positive Ansichten gegenüber dem ehemaligen Empire. Er äußert sich bereits auch gegen Einwanderung und Kommunismus. Diese Aufnahmen wurden von Ken an Garry Bushell geschickt. Dieser war Schreiber des Musikmagazins Sounds und verhalf indirekt, durch seine von ihm zusammengestellten Sampler (u. a.: „Oi! The Album“, „Strength Thru Oi!“ & „Carry on Oi!“) und verfassten Berichte, Bands wie den Cockney Rejects, The Business, The 4-Skins, Infa Riot, Chron Gen, The Exploited, Peter and the Test Tube Babies, The Partisans, Blitz und Red Alert zu Plattenverträgen bei Labels wie EMI, Secret Records und No Future Records. Garry Bushell konnte aber die Band, nach Kens Aussage, mit einigen ihrer direkteren Songs nicht mehr tolerieren und objektiv über sie berichten. Um Bushell aus der Reserve zu locken benannte er ,,Send `Em Back” in „Stab `Em Back“ um, mit dem Ziel von Bushell eine positivere Kritik zu erlangen. Diese hätte zu vermehrten Konzerten und eventuellen Plattenvertragsangeboten führen können. Doch auf diese Machenschaften ließ dieser sich nicht ein.

Ken McLellan: „Labels wie `Secret` and `No Future` nahmen Punkbands wie verrückt unter Vertrag zu jener Zeit“

„Wir wollten nur etwas Action. Und mit Liedern wie `Send them back`, `Show no mercy` und `Let it burn` konnten das `Sound Magazine` und Gary Bushell uns nicht mehr auf die leichte Schulter nehmen. Wir nahmen ein Demo als Live-Session im `The 100 Club`auf und als ich das Cover dazu machte, benannte ich `Sen them back` in `Stab them back` um, in der Hoffnung, ich könnte dem Dummkopf Bushell eine objektivere Kritik entlocken. Aber er war nicht so dumm wie ich dachte und er machte `Skrewdriver, Brutal Attack und Ihresgleichen` regelrecht runter in seinen Ausführungen. Es kam zu dem Punkt dass wir unser Gebiet absteckten und unsern Mann stehen mussten, da man uns offerierte, das wenn wir trotzdem Erfolg haben wollen, müssten wir aufhören über unseren Glauben zu singen.“

Auch Roi Pearce, der Sänger der Oi!-Band The Last Resort und später auch der The 4-Skins empfahl der Band sich von ihren politischen Ansichten zu distanzieren um musikalisch erfolgreicher zu werden. Das beweist dass die Gruppe dem Ansehen anderer Musiker nach genug Potential gehabt haben muss, um zu einer aussichtsreichen Band zu werden. Trotz der politischen Ambitionen der Band kommt es zu zahlreichen Konzerten der Band als Vorgruppe zahlreicher namhafter Punkgruppen wie den Special Duties, The Adicts, Vice Squad, und den Urban Dogs in legendären Veranstaltungsorten wie dem Skunx oder dem Klub Foot. Diese Tatsache betrachtend ist es verwunderlich wie Konzertveranstalter und die erwähnten Bands, die u.a. auch mehrmals mit der Gruppe spielten (z.B.: die UK Subs), eine solche Band wie Brutal Attack trotz ihrer angeblich so verwerflichen Ansichten und Tendenzen dulden konnten.

Ab Ende 1982

Am 21. Oktober 1982 ist Brutal Attack erstmalig Vorband für Skrewdriver im 100 Club, nachdem Ian Stuart die Gruppe eine Woche zuvor im Skunx gesehen hatte und von ihr begeistert war. Zu dieser Zeit mit Andy Nun am Bass. Dies war das erste von vielen Skrewdriver Konzerten an denen die Band beteiligt war. Das Treffen mit Ian eine Woche zuvor, schien Ken dermaßen beeindruckt zuhaben, da er sich für das Konzert mit Skrewdriver für den Skinhead Way of Live entschied. Nun wurde Brutal Attack ebenfalls zu einer Skinheadband. Die Entscheidung den gleichen Weg, der damals ebenfalls umstritten und kontroversen Band Skrewdriver zu gehen, führte zu einem Bruch innerhalb der Gruppe. Neil Holden und Dave Lloyd verlassen daraufhin wenig später die Band auf Grund Kens zunehmend in den Vordergrund rückenden politischen Gesinnung. Neil Holden ist daraufhin im Umfeld der Punkband The Strapes zu finden, mit der Brutal Attack ebenfalls schon zusammen spielte. Dieser spielte Schlagzeug auf einer ihrer unveröffentlichten Single. Es kommt vermehrt zu Konzerten mit Skrewdriver. Der zur Gründungszeit beteiligte Gitarrist John Whittington und Brownie, der Ex-Schlagzeuger der Oi! Band Combat 84, schließen sich daraufhin Ken an. Dieser arbeitet neben seiner Bauarbeitertätigkeit zunehmend im Croydoner Hauptquartier der British National Front. Wegen des ausbleibenden Plattendeals vermittelt Ian Stuart der Gruppe 1985 einen Deal mit Rock-O-Rama. Ab jetzt kommt es fast jährlich zu Veröffentlichungen. Später wird Ken dem Label, wie viele andere schon vor ihm, Gier und Geiz vorwerfen. Das Line-Up von Brutal Attack wechselt ständig. Auch Martin Cross, ein ehemaliges Skrewdrivermitglied spielt für einige Erscheinungen bei Brutal Attack. Ken ist und bleibt das einzige Originalmitglied der Band. Bei zahlreichen Konzerten wird Brutal Attack von Mitgliedern anderer RAC Bands unterstützt, wie z.B.: Blakey (Schlagzeug) von English Rose, Roly (Bass), Stinko (Bass) und Brad von Celtic Warrior. Aus diesen Personen bildete sich ein permanentes Live Line-Up heraus. Im Jahr 2000 feierte die Band mit dem Album 20 Years – Always Outnumbered, Never Outgunned ihr zwanzigjähriges Bandbestehen. Dieses Album wurde von Stuart, der der Nu-Metal Band Lost Prophets angehört, produziert. 2005 fand dann das fünfundzwanzigste Bandbestehen statt. Dazu nahm die Band das Album Thunder & Lightning auf. Dieses umfasste alle musikalischen Stile, denen sich die Gruppe bisher gewidmet hatte (Punk, Rock, Balladen etc.).

Musik und Einflüsse

Die ursprüngliche Musik, die sie als Punkband spielten soll zunächst nach einer Mischung aus Sex Pistols und Motörhead geklungen haben. Des weiteren waren sie zu ihrer Anfangszeit eine typische UK82 Band mit einem Hardcore Punk Einschlag. Auch muss erwähnt werden, dass sich ihre Musik von der Spielweise nicht sonderlich aus der Masse der anderen Bands jener Zeit hervorhob. Man ist sich deshalb unschlüssig ob Ian Stuart Brutal Attack lediglich nur ausgenutzt hatte um eine neue Szene aufzubauen. Dieser versuchte schließlich auch andere Musiker von seinen Ansichten zu überzeugen (z. B.: Paul Swain von The 4-Skins, Paul ‘Mushy’ Marshall von Resistance 77 & Graeme Grant von Demented Are Go & den Krewmen), was ihm anfangs sicherlich schwer fiel.

Aufgrund des Merchandising anderer Gruppen (Band T-Shirts), welches Ken und seine Kollegen trugen, kann geschlussfolgert werden dass u.a. The Exploited und Vice Squad als Vorbilder bzw. Einflüsse in der Anfangszeit der Band galten. Das erste Album der Band „Stronger Than Before“ ist akustisch in die Oi! Musik einzuordnen. Der Nachfolger „As The Drum Beats“ markiert den Übergang vom Oi! zum typischen RAC Sound. Es kommt zu einer Heavy Metal bzw. Hard Rock orientierten Musk im Stile solcher Bands wie Motörhead und AC/DC. Des weiteren kommt es vermehrt zu Balladen. Mit dem „Tales Of Glory“ Album kommt es zum Höhepunkt der erwähnten neuen Spielweise.

Politik

Die politischen Botschaften der Gruppe, werden von den Texten Ken McLellans bestimmt. Dieser ist zu den Anfängen der Band sehr patriotisch bzw. nationalistisch eingestellt. Er äußert sich bereits früh gegen Einwanderung. Das steht im Kontrast zu den Konzerten die die Gruppe mit Anarcho-Punkbands absolvierte. Diese wurden vermutlich von ihnen toleriert. Auch ist unklar ob diese frühe rechtsorientierte Einstellung nicht bloß, wie typisch für die Punkszene, zur provozierenden Selbstdarstellung der Gruppe diente. Die Behauptung schon immer rechtsoffen gewesen zu sein, könnte auch von der Band genutzt worden sein um ihren raschen Szenewechsel zu begründen. Ab dem Kontakt zu Ian Stuart und Skrewdriver wird Brutal Attack zunehmend rassistisch. Nach mehreren außerbritischen und außereuropäischen Konzerten fasst Ken den Entschluss dass der Nationalsozialismus der einzige Weg ist die globalen Probleme zu lösen.

Bearbeitet von lakloot am 6. Okt. 2011, 21:10

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