Biografie

Den Namen Boris tragen sowohl die japanische Rockband als auch ein deutscher Techno-DJ.

Boris wurde 1992 von vier Musikern aus Tokyo gegründet, die sich bereits aus der Schule kannten und beschlossen hatten gemeinsam Musik zu machen. Der Name wurde als Hommage an die amerikanische Band The Melvins ausgewählt: auf deren Album Bullhead fand sich der Song Boris. Erst 1994 machte die Band ihr Debüt in Sachen Veröffentlichungen. Auf dem Omnibus Album Take care of the scabbard fish befanden sich die ersten offiziellen Aufnahmen der Band, doch es dauerte weitere zwei Jahre, bis das erste eigene Album „Absolutego“ fertiggestellt war. Das 65 Minuten lange Opus, welches einen einzigen Song beinhaltete, wurde auf dem eigenen Label Fangs Anal Satan veröffentlicht. Auch dieser Name kann auf „The Melvins“ zurückgeführt werden. In dem Jahr verließ der Drummer Nagata die Band, woraufhin der Sänger Atsuo diesen Part übernahm.

In den folgenden Jahren erschienen Split-Alben mit den Bands Barebones und Tomsk 7, zwei weitere Alben, von denen eines wieder ein 1-Track-Album von 70 Minuten Länge war. Das 2002 erschienene Werk Heavy Rocks war, wie der Name andeutete, sehr viel rockiger, als die Vorgänger. Die Band orientierte sich sehr am Stoner Rock und dem amerikanischen Garage-Rock der 80-er. Auf dem Album fanden sich unter anderem Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Merzbow, Acid king und der japanischen Noise-Legende Masonna.

Da sich Boris nicht nur in Japan einen gewissen Ruhm erarbeitet hatten, unterschrieben sie 2001 beim amerikanischen Hardcore Label Southern Lord, welches unter anderem das Erstlingswerk „Absolutego“, um einen Song erweitert, dem heimischen Publikum zugänglich machte. Boris wurden viel aktiver in Bezug auf eigene Veröffentlichungen und Kollaborationen auf EPs. Nach der Veröffentlichung des von Kritikern gefeierten „Akuma no uta“, zu deutsch: „Lieder des Teufels“, begab sich das Trio auf Tournee durch Europa und die USA.

Das offiziell als Soundtrack bezeichnete „Mabuta no ura“, welches zu einem gleichnamigen Film, jedoch nicht existierenden, gehörte, wurde zu einem großen Erfolg. Neben der genreüblichen Veröffentlichung auf CD und LP wurde eine Spezial-Pressung für Brasilien auf den Markt gebracht. Im Gegensatz zu den bisherigen Alben war dieses das leichteste, friedlichste Werk der Band. Das im gleichen Jahr veröffentlichte Pink war wiederum sehr viel rockiger und härter.

Neben der eigenen ansehnlichen Liste an Arbeiten, haben Boris eine viel längere Kollaborationen Sammlung. Neben den immer wiederkehrenden Arbeiten wie mit den Barebones oder Merzbow, spielten sie auch Lieder mit Bands wie The Dudley Corporation ein. Im April 2006 spielte die Band wieder zahlreiche Konzerte, darunter 3 in Deutschland.

Nach ihrem Ausflug auf die europäischen Bühnen begab sich die Band zurück ins Studio, wo sie mit ihren Kollegen von SUNN O))) das Album Altar aufnahmen. Auch wurde ihr 2005 Werk Pink für den US Markt zugänglich gemacht, wo es in einer Umfrage des Musik Magazins „BLENDER“ den 49. Platz der besten Metal Alben des Jahres erreichte. Danach begab sich die Band erneut auf Tourneen.

Im März 2007 spielte die Band einige Konzerte in den Vereinigten Staaten, bevor sie zusammen mit ihren Kollegen von SUNN O))) auf eine 4 Konzerte umfassende Australien Tour, die mit weiteren 4 Konzerten in Japan ihren Abschluss fand.

Autor : Kay
Übersetzung : YURA-sama (2007-03-23)

Bearbeitet von Audiophil85 am 9. Apr. 2010, 19:23

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