Biografie

Blind Faith war eine kurzlebige, 1969 gegründete Rockband mit Eric Clapton (Gitarre) und Ginger Baker (Schlagzeug), beide von Cream, Steve Winwood (Orgel, Klavier und Gesang) von Traffic und Ric Grech (Bass, Violine) von Family. Die Band wurde als neue Supergroup von Robert Stigwood, dem Manager von Baker und Clapton sowie Chris Blackwell, dem Manager von Winwood, offiziell ins Leben gerufen, nachdem sich Cream und Traffic aufgelöst hatten und Eric Clapton sowie Steve Winwood nach mehreren privaten Jamsessions beschlossen hatten, zusammen ein neue, innovative Musikformation zu gründen.

Am 7. Juni 1969 gab Blind Faith ein erstes, auf eigenes Verlangen ausdrücklich eintrittsfreies Konzert im Londoner Hyde Park vor über 100.000 Besuchern, welches die Gruppe schlagartig berühmt machte. Ein Album mit exzellent durchkomponierten, arrangierten und eingespielten Rock-Songs wurde veröffentlicht, daran schlossen sich erfolgreiche, stets ausverkaufte Tourneen in Skandinavien und Amerika an, wobei Free und Delaney & Bonnie als support acts fungierten.

Trotz dieses Erfolges waren die Spannungen innerhalb der Band zu groß, da die musikalischen Vorstellungen der vier individualistischen Bandmitglieder auf Dauer nicht auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen waren. Bereits im September 1969 erfolgte die Auflösung von Blind Faith; kurz darauf starteten die einzelnen Bandmitglieder neue Musikprojekte, in denen sie ihre solistischen Führungsansprüche besser umsetzen konnten.

Das einzige – vielfach goldprämierte – Album der Band, Blind Faith (August 1969), zeigt auf dem Cover ein 11-jähriges Mädchen oben ohne und verursachte deswegen – speziell im prüden Amerika – einiges Aufsehen. Deshalb präsentierte die amerikanische Ausgabe stattdessen ein neutrales Foto der Band. 2001 erschien eine erweiterte De Luxe Edition des Albums, das neben Outtakes auch vier jeweils rund 15-minütige Jams enthält. Ferner sind als Bootlegs weitere Outtakes erschienen sowie Mitschnitte von diversen Konzerten, wie z.B. das oben genannte im Hyde Park und weitere in Santa Barbara, Milwaukee, Stockholm und Göteborg.

Die Original-Version des Albums selbst weist zwar nur sechs Musikstücke auf, diese sind dafür aber von überragender musikalischer Qualität, in denen die musikalische Klasse der einzelnen Bandmitglieder voll zur Geltung kommt. Fünf davon sind Eigenkompositionen, der sechste Song ist eine furiose Coverversion des Buddy-Holly-Klassikers Well All Right, welche sich speziell durch eine außergewöhnliche Coda in Form eines fulminanten bluesrock-orientierten Piano-Solos von Steve Winwood auszeichnet. Besonders herausragend ist das 15-minütige, von vielschichtiger Offbeat-Rhythmik geprägte Do What You Like, in dem vor allem Ginger Baker mit einem diffizilen Schlagzeug-Solo eine instrumentale Meisterleistung bietet.

Das Album erreichte sowohl in Großbritannien als auch in den USA Platz 1 und hielt sich in den US-Charts 37 Wochen unter den Top 100. Es gilt in der Rockmusik-Szene auf Grund der gelungenen Synthese von Blues, Rock und Pop nach wie vor als Meilenstein des progressiven britischen Blues-Rock.

Bearbeitet von Webi12 am 26. Aug. 2014, 3:53

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