Biografie
Nach ersten gemeinsamen Auftritten rund um Los Angeles unterzeichneten die Gründungsmitglieder Apl de Ap, will.i.am und Dante Santiago 1989 unter dem Namen Atban Klann (A Tribe Beyond A Nation) ihren ersten Plattenvertrag bei Ruthless Records, dem Plattenlabel des früheren Rappers Eazy-E. Das innerhalb mehrerer Jahre zusammen erarbeitete Studioalbum sollte jedoch nie seinen Weg in die Plattenläden finden; die generell positiven Texte des Trios passten nach Ansicht der Vorsitzenden nicht zum Image von Ruthless Records.
Mit dem AIDS-Tod von Eazy-E im Sommer 1995 wich auch die Besetzung Atban Klanns erstmals einer Wandlung. Santiago verließ die Band und wurde von dem Mexikaner Jamie Gomez (später Taboo) ersetzt; mit der Backgroundsängerin Kim Hill stieß die erste weibliche Interpretin zur Band hinzu, welche sich von nun an The Black Eyed Peas nannte. Im Gegensatz zum überaus populären Gangsta Rap zur damaligen Zeit machte die Band sich Mitte der 90er Jahre neben Ozomatli und Jurassic 5 vor allem als reiner Live Act auf lokaler Ebene einen Namen.
1997 gelang es der Band schließlich, einen zweiten Plattenvertrag bei Interscope Records zu unterzeichnen. Nur ein Jahr später erschien mit Behind The Front das lang erhoffte Debütalbum der Band. Die Platte entwickelte sich zu einem bescheidenen Erfolg, fuhr der Gruppe jedoch auch Lob für ihre alternative Interpretation von Hip-Hop ein, zu der auch die Singles Joints & Jam und Fallin’ Up zählten. 2000 veröffentlichte Interscope schließlich das ähnlich erfolgreiche Nachfolgewerk Bridging The Gap, welches mit der Macy Gray-Kollaboration Request + Line auch erste kommerzielle Erfolge hervorbrachte.
Elephunk
2003 stieß mit Stacy „Fergie“ Ferguson nach dem freiwilligen Ausscheiden von Kim Hill ein weiteres Mitglied zu den bep hinzu. Obwohl Fergie zunächst nur als Gastinterpretin eingeplant war, überredeten Will.I.Am, Apl De Ap und Taboo Fergie später, der Band als vollwertiges Mitglied beizutreten. Zeitgleich veröffentlichte die Band mit Elephunk nicht nur ihr bereits drittes sondern ihr bis dahin auch erfolgreichstes Album. Die Platte verkaufte sich weltweit mehr als 7 Millionen Mal und machte das Quartett innerhalb weniger Monate zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Acts des Jahres.
Mit den ausgekoppelten Singles Shut Up, Hey Mama und Let’s Get It Started hielt man sich indes bis Ende 2004 regelmäßig in den oberen Charträngen. Insbesondere aber die erste Single Where Is The Love? trug maßgeblich zum Erfolg des Albums bei, entwickelte sich der Anti-Kriegs-Song doch geradewegs zu einem weltweiten Hit, der sowohl in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland und einer Reihe weiterer Nationen unmittelbar Platz 1 der Singlecharts erreichte. Letztlich wurde der Song sogar mit zwei Grammy-Nominierungen bedacht, darunter in der Kategorie Record of the Year.
Monkey Business
2005 veröffentlichte die Band ihr viertes Album Monkey Business. Die Platte übertraf den Erfolg der Vorgänger mit 10 Millionen verkauften Einheiten ein weiteres Mal und bescherte den BEP auch in den USA den langersehnten Durchbruch. Mit Don’t Phunk With My Heart, Don’t Lie, My Humps und Pump It verbuchte die Gruppe indes vier weitere Top-10-Hits bzw. regionale Nummer-1-Hits. Für Don’t Phunk With My Heart, Don’t Lie, My Humps und Gone Going wurden sie insgesamt für fünf Grammys nominiert, wobei sie zwei gewannen. Im Jahr 2005 startete die große Monkey Business Tour, bei der die Band auf der ganzen Welt in ausverkauften Hallen spielte.
Im Juni 2006 veröffentlichten The Black Eyed Peas gemeinsam mit Labelkollege Sergio Mendes schließlich eine zeitgemäße Neuinterpretation des Klassikers Mas Que Nada. Die von Will.i.am produzierte Neuauflage entwickelte sich im Laufe des Sommers insbesondere in Europa zu einem weiteren Erfolg für die Band, dessen Mitglieder sich in nächster Zeit in erster Linie auf Soloprojekte konzentrieren werden. Taboo bestätigte in einem Interview, dass 2008 das Album „The E.N.D.“ auf den Markt kommen soll, tatsächlich erschienen ist es dann jedoch erst ein Jahr später, im Juni 2009.
Bandmitglieder
Will.i.am wurde am 15. März 1975 unter dem Namen William Adams in Los Angeles geboren. Neben seiner Arbeit als Mitglied der BEP ist er auch als Produzent für andere Künstler tätig; so produzierte er jüngst Singles für die Pussycat Dolls (Beep) , Nicole Scherzinger („Baby Love“) und Busta Rhymes (I Love My Chick). Will besitzt zudem seine eigene Modemarke I.am clothing. Des Weiteren setzt Will.i.am sich intensiv für den Tierschutz ein. 2004 überlagerte er das Management der Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken mit Protestbriefen. Er forderte darin im Namen der Tierschutzorganisation PeTA, dass sie ihre Hühner nicht länger bei Tierquälerbetrieben kaufen sollen. Am 28. September 2007 ist Will.i.ams neues Soloalbum erschienen, das den Titel „Songs about girls“ trägt. Sein Solo Musikvideo heißt „I Got It From My Mama“. Dieses Jahr (2008) schaltet sich Will.i.am in den US-Amerikanischen Vorwahlkampf der Demokraten. Mit der musikalischen Umsetzung der „New Hampshire Rede“ des Kandidaten Obama, wobei er eine ganz Schar von Künstlern für dieses Projekt gewinnen konnte. Der Song „Yes we can“ ist schon heute einer der meist gesehenen Spots auf YouTube.de
Apl De Ap wurde am 28. November 1974 in Angeles City/Philippinen geboren. Sein richtiger Name ist Allen Pineda-Lindo. Apl wurde gleich nach seiner Geburt in Manila adoptiert. Mit seiner Adoptivmutter Christina Pineda kam er mit 14 Jahren nach Los Angeles. Als er 17 war, suchte er auf eigene Faust seine Mutter und fand sie schließlich in Manila.
Taboo wurde am 14. Juli 1975 in Los Angeles geboren. Sein richtiger Name ist Jamie Luis Gómez. Taboo ist ein Mexikaner mit Wurzeln in dem Chaconey-Stamm. Seine Mutter Aurora beherrscht indianische Heilkünste. Sie glaubt an Geister und fand heraus, dass ein Elefant der passende „Schutzheilige“ für die Band wäre. Deshalb heißt das 3. Album der Black Eyed Peas Elephunk. Taboo hat einen Sohn, der Joshua Gomez heißt und 12 Jahre alt ist. Er lebt mit Taboo bei dessen Mutter. Von Joshuas Mutter trennte sich Taboo bereits vor 8 Jahren. 2005 war er als Gast auf Ricky Martins Album Life vertreten - im Song Drop it on me.
Fergie
Stacy Ann Ferguson (* 27. März 1975) stieß 2003 zu den Black Eyed Peas, mit ihr stellte sich der große Durchbruch der Band ein. Sie ist ebenfalls mit einigen Soloprojekten beschäftigt und hat in Deutschland am 19. September 2006 ihr Album The Dutchess, inkl. ihrer Debut-Singles London Bridge, Fergalicious, Glamorous, Big girls don’t cry und Clumsy veröffentlicht. Auch als Schauspielerin ist sie aktiv. Im Juni 2006 war Ferguson in ihrer ersten größeren Nebenrolle auf der Kinoleinwand zu sehen. In Wolfgang Petersens Filmremake Poseidon, für dessen Soundtrack sie zwei Titel beisteuerte, verkörperte Ferguson die Sängerin Gloria. 2007 hatte sie eine Nebenrolle in dem Horrorfilm Grindhouse inne. Außerdem sang sie den Titelsong zu Shrek der Dritte.
Hintergrund und Sonstiges
Ende Juni 2006 waren die Black Eyed Peas im Anschluss an ein Konzert in eine Schlägerei im Berliner Club 40seconds verwickelt. Diese begann, als ein Bodyguard der Band eine gefüllte Sektflasche auf dem Kopf eines Sicherheitsmanns zerbrach und diesen ernsthaft verletzte. An der anschließenden heftigen Prügelei beteiligte sich auch will.i.am, es gab weitere Verletzte. Gegen will.i.am und seinen Bodyguard wird seitens der Berliner Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Etwa zur gleichen Zeit erschien im Internet ein Video der chinesischen Playback-Boygroup Back Dorm Boys, in welchem sie das Lied „Don’t Lie“ parodieren.
Im Jahre 2007 veröffentlichte die Sängerin Alanis Morissette eine Parodie auf „My Humps“.
Der Name Black Eyed Peas ist die englische Bezeichnung für die Augenbohne.
Im US-Vor-Wahlkampf für die US-Wahlen im November 2008 unterstützt die Band den Kandidaten Barack Obama der Demokraten mit den Songs „Yes We Can“ und „We Are The Ones“.
Bearbeitet von JustMe90 am 9. Feb. 2010, 22:32
Quellen (Versionen/Autoren anzeigen)
http://de.wikipedia.org/wiki/Black_Eyed_Peas
http://de.wikipedia.org/wiki/Stacy_Ferguson
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