Avenged Sevenfold, auch unter dem Kürzel A7X bekannt, ist eine Metal-Band aus Huntington Beach, Kalifornien. Obwohl der Name der Band offensichtlich eine Adaption aus der Bibel ist, behandeln die Liedtexte ein weit gefächertes Spektrum an Themen, so handelt M.I.A. (Abk. für en. Missing in Action) von einem Soldaten und Critical Acclaim kritisiert die USA und ihre Einwohner. Oftmals werden jedoch auch emotionalere Themen wie Liebe, Tod und Verzweiflung angesprochen, so beispielsweise in den Liedern Afterlife und Second Heartbeat. Außergewöhnlich ist auch das Stück A Little Piece of Heaven, welches stark an ein Musical erinnert.

Bandgeschichte

Gründung und Sounding the Seventh Trumpet (1999 - 2002)

Avenged Sevenfold wurde 1999 von M. Shadows, Zacky Vengeance, The Rev und Matt Wendt in Kalifornien gegründet. Der von M. Shadows kreierte Name ist eine Adaption aus der biblischen Geschichte des Kain und Abel. Dort lautet eine Zeile „[…] jeder Mörder Kains – siebenfach werde er gerächt“ (auf englisch: „[…] whomever doth slayeth Cain, vengeance shall be taken on him sevenfold.“). Wie Zacky V. auf der All Excess-DVD angibt, war außerdem Lips of Deceit ein vorgeschlagener Name. Auch die Bandmitglieder treten unter Spitznamen auf, die sie alle schon seit ihrer Schulzeit besitzen.

Zunächst wurde in den Jahren 1999 und 2000 jeweils eine Demo aufgenommen. Matt Wendt verließ die Band kurz darauf und wurde durch Justin Sane ersetzt. Mit ihm nahm die Band ihr Debütalbum Sounding the Seventh Trumpet auf, welches 2001 bei Good Life Recordings erschien. Bei den Aufnahmen waren die Bandmitglieder erst 18 Jahre alt und gingen noch zur High School. Im selben Jahr veröffentlichten sie die Warmness on the Soul-EP, auf der Synyster Gates erstmals zu hören ist. Er trat der Band Ende 1999 bei. Justin Sane wurde kurz darauf aufgrund eines Suizidversuches aus der Band entlassen und durch Dameon Ash ersetzt. Mit Synyster Gates als Leadgitarrist nahm die Band To End the Rapture erneut auf und veröffentlichte ihr Debütalbum im Jahr 2002 Hopeless Records erneut.

Erste Erfolge und Waking the Fallen (2002 - 2004)

Mit Johnny Christ am Bass nahm Avenged Sevenfold ihr zweites Album namens Waking the Fallen auf. Zu diesem Zeitpunkt erhielten sie bereits Aufmerksamkeit in der Szene und spielten unter Anderem auf der Take Action Tour mit Mushroomhead und Shadows Fall. 2003 erschien schließlich Waking the Fallen bei Hopeless Records, die Band wechselte aber kurz darauf zur Warner Music Group (WMG). Ein Jahr später veröffentlichten sie ihr erstes Musikvideo für das Lied Warmness on the Soul und nahmen an mehreren Touren, unter Anderem der Vans Warped Tour teil.

Stilbruch auf City of Evil (2005 - 2006)

Ihr drittes Album mit dem Namen City of Evil wurde 2005 als Major Label-Debüt bei WMG veröffentlicht. Es weist einen Stilbruch auf und lässt sich am ehesten als Power Metal bezeichnen. M. Shadows entschied schon vor den Aufnahmen des zweiten Albums, dass er auf Waking the Fallen weniger und auf dem nachfolgenden Album, also City of Evil, gar keinen gutturalen Gesang mehr benutzen möchte. Dies wird entgegen der oftmals auftretenden Behauptung, Shadows könne nicht mehr screamen, vom Manager der Band auf ihrer DVD All Excess bestätigt. Bei den MTV Video Music Awards 2006 gewannen Avenged Sevenfold einen Award für ihr Video „Bat Country“ als „Best New Artists In A Video“. Danach kündigte die Band an, mit dem Schreiben neuer Songs zu beginnen.

Avenged Sevenfold (2007 - 2009)

Das vierte Album trägt den Titel Avenged Sevenfold und erschien am 30. Oktober 2007 beim amerikanischen Label Warner Brothers, in Deutschland allerdings schon vier Tage vorher. Im Gegensatz zum Vorgänger kann „Avenged Sevenfold“ nicht mehr als Power Metal bezeichnet werden. Die Riffstrukturen sind beispielsweise in „Almost Easy“, „Critical Acclaim“ oder „Scream“ eher vergleichbar mit denen des Heavy Metal. Gemessen an den Balladen und den zahlreichen Akustikpassagen in den Songs, kann die Band generell in die Gefilde des Hard Rock / Heavy Metal eingeordnet werden.

Der Tod von Jimmy Sullivan (2009)

Der Schlagzeuger James „Jimmy“ Owen Sullivan ist am 28. Dezember 2009 im Alter von 28 Jahren gestorben. Seine Leiche wurde in seinem Haus in Kalifornien gefunden. Fremdeinwirkung wurde von der Polizei als unwahrscheinlich betrachtet. Erst im Juni 2010 wurde bekannt, dass Sullivan an einer Überdosis von verschreibungspflichtigen Medikamenten und Alkohol gestorben ist.

Nightmare (2010)

Am 17. Februar 2010 gab die Band bekannt, dass sie die Aufnahmen an ihrem sechsten Album wieder aufgenommen haben. Mit Mike Portnoy, damals noch Schlagzeuger der Band Dream Theater und Vorbild des verstorbenen Sullivan, wurden die Aufnahmen fortgeführt. Das Album, welches am 27. Juli 2010 erschien, wurde ihm gewidmet. Auch „Jimmy“ ist auf dem neuen Album zu hören, da einzelne Aufnahmen schon vor seinem Tod aufgenommen wurden. Am 18. Mai 2010 wurde der Titeltrack „Nightmare“ als Single veröffentlicht. Das Video zur Single erschien knapp zwei Monate später am 17. Juli 2010. Insgesamt erweißt sich das Album als Weiterentwicklung des Sounds des Vorgängers, welches wieder mit Balladen, als auch einem Song im „Waking the Fallen“-Stil (God Hates Us) aufwartet. Aufgrund eines Labelwechsels der Band in Deutschland erschien das für den 23. Juli angekündigte sechste Studioalbum „Nightmare“ erst am 27. August 2010. Kurz vor der Veröffentlichung des Albums begann die Band mit einer Promo-Tour, die sie auch durch Europa führte. Für Deutschland waren Konzerte in München, Köln und Hamburg geplant. Ersteres wurde jedoch aufgrund einer Erkrankung innerhalb der Band kurz vor Beginn wieder abgesagt.

Touring mit neuem Drummer (2011)

Die Band schloss ihre erfolgreiche Welttournee mit einem Konzert im Irak für die dort stationierten Truppen des amerikanischen Militärs ab. Für 2011 kündigten sie die Nightmare After Christmas-Tour an, welche jedoch ohne Mike Portnoy stattfinden wird. Dieser gab am 16. Dezember 2010 seinen Ausstieg aus der Band bekannt. Am 13. Januar wurde bekannt gegeben, dass Avenged Sevenfold auch bei Rock am Ring und Rock im Park auftreten wird. Dies war der erste Auftritt innerhalb Deutschlands mit einem neuen Schlagzeuger. Dieser heißt Arin Ilejay und wurde von der Band am 20. Januar 2011 als Nachfolger von The Rev vorgestellt.

Am 3. Mai 2011 gab die Band auf ihrer Webseite bekannt, dass die neue Single „Not Ready to Die“ der Titelsong zum neuen Call of Duty: Black Ops DLC „Escalation“ sein wird. Eine Woche später veröffentlichten sie außerdem das Musikvideo zum Lied So Far Away, welches sich inhaltlich um The Rev dreht und unter anderem bisher unveröffentlichte Bilder und Videoaufnahmen von diesem zeigt. Am 17. Mai gab die Band bekannt, dass sie auch 2011 an der Rockstar Uproar Tour als Headliner teilnehmen werden. Außerdem ist eine Australien-Tour geplant. Aus diesem Anlass wird ab dem 22. Juli eine exklusive Australian Tour Edition des Nightmare-Albums zu kaufen sein. Zusätzlich zu dem Album enthält dieses Bundle die DVD Live in the LBC und das Diamonds in the Rough-Album.

Alben:

* 1999 - Demo
* 2000 - Demo
* 2001 - Sounding the Seventh Trumpet (Hopeless)
* 2003 - Waking the Fallen (Hopeless)
* 2005 - City of Evil (Warner Brothers)
* 2007 - Avenged Sevenfold (Warner Brothers)
* 2008 - Diamonds in the Rough (Warner Brothers)
* 2010 - Nightmare (Roadrunner Records)

Singles und EPs:

* 2001 - Warmness on the Soul (EP, Good Life)
* 2001 - Sounding the Seventh Trumpet (EP, Good Life)
* 2005 - Bat Country (26. September 2005)
* 2006 - Beast and the Harlot (6. März 2006)
* 2006 - Burn It Down (12. Juni 2006)
* 2007 - Walk (10. Juli 2007) (Coversong)
* 2007 - Critical Acclaim (28. August 2007)
* 2007 - Almost Easy (17. September 2007)
* 2008 - Crossroads (19. Februar 2008)
* 2008 - Afterlife
* 2008 - Dear God
* 2008 - Scream
* 2009 - Crossroads
* 2010 - Nightmare

DVDs:

* 2007 - All Excess (17. Juli 2007)
* 2008 - Live in the LBC & Diamonds in the Rough (16. September 2008)

Soundtrackbeiträge:

* 2004 - NASCAR Thunder 2004 : Chapter Four
* 2004 - NHL 2004 : Chapter Four
* 2005 - Need for Speed Most Wanted : Blinded In Chains
* 2005 - Burnout Revenge : Beast And The Harlot
* 2006 - NHL 06 : Bat Country
* 2007 - Need for Speed Pro Street : Almost Easy
* 2008 - NHL 09 : Afterlife
* 2008 - Saints Row 2 : Bat Country
* 2008 - Rock Band : Critical Acclaim, Almost Easy, Afterlife

Bearbeitet von FooVines am 7. Jul. 2013, 10:29

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