Biografie
Bandgeschichte
Win Butler zog im Jahr 2000 von Texas nach Montréal, wo er auf der Suche nach Musikern für seine Band Régine Chassagne kennenlernte, welche mit ihrer Familie aus der Heimat Haiti vor dem Duvalier-Régime nach Montréal geflohen war und eine Vielzahl an Musikinstrumenten beherrscht.
Nach und nach scharte Butler die anderen heutigen Mitglieder der Band um sich, und im Jahr 2003 veröffentlichten Arcade Fire ihre gleichnamige EP. Der Name Arcade Fire entstammt angeblich einer Kindheitserinnerung von Win Butler. Ein Mitschüler soll ihn mit einer Geschichte von einem schrecklichen Brand in einer Videospielhalle verängstigt haben. Will Butler, der zur Zeit der EP Aufnahme noch minderjährige Bruder von Win Butler, folgte seinem Bruder nach Kanada, wurde aber später zur Rückkehr in die USA gezwungen, um seiner Schulpflicht nachzukommen, so dass er bei den Aufnahmen für Funeral nicht dabei sein konnte und durch Howard Bilerman vertreten wurde.
Das erste Album von Arcade Fire, Funeral (engl. für Begräbnis), erschien im September 2004. Der Titel wurde dem bereits fertigen Album aufgrund des Todes mehrerer Familienangehöriger der Bandmitglieder innerhalb kurzer Zeit gegeben. Die Musik wurde also hierdurch nicht beeinflusst, gleichwohl ist Familie das zentrale Thema, welches sich durch das gesamte Album zieht. Zu erwähnen ist insbesondere der Song Haiti, in dem sich Régine Chassagne mit ihrer Heimat, aus der sie flüchten musste, auseinandersetzt.
Waren Arcade Fire erst noch ein Geheimtipp, der durch überschwängliche Kritiken besonders auf Internetseiten wie pitchforkmedia.com an Popularität gewann und auf dessen Konzerten in kleinen Clubs sich bekennende Fans wie David Bowie oder Eric Clapton unter das Publikum mischten, so wird die Band heute durchweg von den Medien gefeiert und hat es z.B. bis aufs Titelblatt der kanadischen Ausgabe des Time-Magazins gebracht. Besonders in den USA, aber auch in Europa, wo Funeral erst Anfang 2005 erschien, hatte das Album großen Erfolg und wurde von mehreren Musik-Fachzeitschriften zum besten Album des Monats oder sogar Jahres gekürt.
Der Nachfolger von Funeral trägt den Titel Neon Bible und wurde am 2. März 2007 in Deutschland veröffentlicht und stieg in die Top 20 der Media Control-Charts ein.
Stil
Der grundsätzliche Stil der Band ist geprägt von Elementen aus Indie-Rock, Art-Rock und Folk; trotzdem stehen in einzelnen Songs auch, für diese Genres eigentlich eher unübliche, Instrumente wie Kirchenorgel, Akkordeon oder Bläser im Vordergrund. Der „leicht hysterische und herzerreißende Gesang Win Butlers“ wird oftmals durch Backgroundchöre oder die Stimme von Régine Chassagne ergänzt. Die meisten Lieder von Arcade Fire sind auf englisch gesungen; es gibt jedoch auch einige französische gesungene Passagen; etwa in Une Année Sans Lumière vom Debütalbum Funeral oder Black Mirror von Neon Bible.
Bearbeitet von konzertblog am 7. Dez. 2009, 12:54
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