Biografie

Ani DiFranco (* 23. September 1970 in Buffalo, New York) ist eine US-amerikanische Songwriterin, Gitarristin und Sängerin.

Die Musikerin wurde als Angela Marie DiFranco geboren. Ihre Eltern waren Folk-Musik-Fans. Ihre Karriere begann, als sie mit neun Jahren mit ihrem Gitarrenlehrer mit Beatles-Covers in Kneipen auftrat. Als sie 15 war zog ihre Mutter nach Connecticut aufs Land und Ani blieb in Buffalo zurück.

Mit 18 Jahren gründete sie mit 50 Dollar ihre eigene Plattenfirma, Righteous Babe Records. Dort nahm sie ihr selbstbetiteltes Debüt auf. Kurz darauf zog sie nach New York City, wo sie unter anderem in Kontakt mit der Antifolk-Szene kam. Der Aufenthalt in New York City war unterbrochen von zahlreichen Tourneen. Von Anfang an machte sie keinen Hehl aus ihrer Bisexualität. 1998 heiratete sie den Soundingenieur Andrew Gilchrist, von dem sie sich fünf Jahre später in Freundschaft wieder trennte.

DiFranco wurde durch ihr persönliches Image schnell in einer bestimmten Szene populär, besonders unter politisch interessierten Collegestudenten und anderen jungen Menschen, die der Mainstream-Kultur kritisch gegenüberstanden. Die ersten Fanseiten im Internet gab es schon 1994. DiFranco wurde auch ohne Unterstützung eines Major-Labels und der Mainstream-Presse durch ein Netzwerk persönlicher Kontakte und Mundpropaganda Mitte der 1990er Jahre berühmt, was sie wieder etwas vom direkten Kontakt zu dieser Fanbasis entfernte, ohne ihrer Karriere zu schaden.

Ihre Musik bewegt sich zwischen Folk, Punk und Independent. Im Laufe ihrer Karriere hat sie diverse andere Stile in ihre Musik einbezogen, z. B. Ende der 90er/Anfang der 2000er Jahre, als sie verstärkt funkige Elemente einfließen ließ. Neben der klassischen Bandbesetzung Bass, Gitarre, Schlagzeug arbeitete sie regelmäßig mit Blasinstrumenten und Streichern. Wie sich dadurch auch ältere Stücke veränderten, ist auf dem Live-Album So Much Shouting, So Much Laughter von 2002 sehr gut dokumentiert. Vielfach ist DiFrancos Gitarrenstil als „staccatoartig“ beschrieben worden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist ihre Virtuosität beim schnellen Fingerpicking, und allgemein ihre ausgezeichnete Beherrschung der akustischen Gitarre.

Ani DiFrancos Texte sind anspruchsvoll: Sie arbeitet mit Alliterationen, Wortspielen im allgemeinen und Metaphern, sowie mit einer mehr oder weniger deutlichen Ironie.

Viel von DiFrancos Material ist autobiografisch, ganz in der Tradition der persönlichen Texte der Singer-Songwriter. Ihre Songs sind implizit oder explizit politisch und setzen sich mit sozialen Themen wie Rassismus, Sexismus, sexuellem Missbrauch, Homophobie, Abtreibungsrecht, Armut, und Krieg auseinander.

Bearbeitet von thasmi am 2. Aug. 2007, 14:50

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