Andreas Georg Gabalier (* 21. November 1984 in Graz) ist ein österreichischer Sänger der Volkstümlichen Musik.

Familie
Andreas Gabalier ist das zweitälteste der vier Kinder von Wilhelm und Huberta Gabalier. Neben dem 1981 geborenen Turniertänzer Willi Gabalier hat er einen jüngeren Bruder. In jungen Jahren musste Gabalier den Tod des Vaters und den seiner jüngeren Schwester verkraften, die beide Suizid begingen. Ihnen ist das Lied Amoi seg’ ma uns wieder (Einmal sehen wir uns wieder) gewidmet. Der französische Familienname Gabalier stammt von einem Soldaten, der im frühen 19. Jahrhundert unter Napoleon Bonaparte in Österreich einmarschierte und dort blieb.

Karriere
Gabalier studierte anfangs in Graz Rechtswissenschaften. Die Karriere als Volksmusikant begann 2009 mit einem Auftritt beim Musikantenstadl. Er nahm am nationalen Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik teil, wobei er auf Anhieb den zweiten Platz belegte.

Im Frühjahr 2009 erschien das Debütalbum Da komm’ ich her. Es stieg bis auf Platz 4 der österreichischen Charts, erhielt nach knapp einem Monat Gold für 10.000 verkaufte Einheiten und war für einen Amadeus als Album des Jahres nominiert.

In Deutschland erlangte Gabalier vor allem Bekanntheit durch seinen Auftritt bei Carmen Nebel im April 2011. Nach der Show wurde sein Titel I sing a Liad für di so häufig als Digitaltrack gekauft, dass er in den Media-Control-Charts Platz 65 erreichte, obwohl der Titel in Deutschland nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen war. Durch die wachsende Popularität, die zu zahlreichen inoffiziellen Remixen führte, entschloss sich Universal den Titel auch für Deutschland zu lizenzieren. Die CD-Single erschien am 29. Juli 2011 und erreichte erneut die deutschen Charts, aber erst nach der Veröffentlichung einer Coverversion durch DJ Ötzi und einem erneuten Fernsehauftritt beim Herbstfest der Volksmusik am 16. Oktober 2011 konnte sich die Single als Verkaufshit etablieren und erreichte mit Platz 30 erstmals die obere Hälfte der deutschen Charts.

64 Wochen nach Charteintritt erreichte das Album Herzwerk am 2. September 2011 Platz 1 der österreichischen Charts. Mit 74 Wochen ist es das Album, das am zweitlängsten in den Top 10 der österreichischen Album-Charts verbrachte. Nur Michael Jacksons Thriller verweilte dort drei Wochen länger. Bereits elf Wochen nach Veröffentlichung des Nachfolgealbums konnte es sich höher platzieren als Volks-Rock’n’Roller.

In den österreichischen Jahres-Albumcharts des Jahres 2011 erreichten Gabaliers drei Alben Herzwerk, Volks-Rock’n’Roller und Da komm’ ich her Platz 1, 3 und 4 und wurden somit nur durch Adeles 21 blockiert, die komplette Top 3 zu dominieren.

Bisher erhielt Andreas Gabalier einmal Gold und 16 mal Platin (sechs mal davon für Herzwerk) und verkaufte 700.000 Tonträger. Am 22. März 2012 gewann er einen Echo in der Kategorie Künstler/Künstlerin/Gruppe Volkstümliche Musik.Bei der Verleihung des österreichischen Musikpreises Amadeus 2012 wurde er in den Kategorien Schlager und Best Live Act ausgezeichnet. Am 23. November 2012 erhielt er in Düsseldorf den Bambi in der Kategorie Shooting Star. Am 1. Mai 2013 erhielt er erneut den Amadeus, diesmal in der Kategorie Volkstümliche Musik. Am 7. Mai 2013 wurde Andreas Gabalier in Wien für den offiziellen Song der FIS Alpinen Ski WM 2013, Go For Gold, mit Gold ausgezeichnet.

Privat
Er ist seit 2013 mit der österreichischen Moderatorin Silvia Schneider liiert.

Diskografie
Studioalben

2009 Da komm ich her
2010 Herzwerk
2011 Volks-Rock‘n’Roller
2013 Home Sweet Home

Filmografie
2014: Sing meinen Song - Das Tauschkonzert

Bearbeitet von realSandy am 25. Jan. 2015, 13:11

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