Biografie

ASP (ausgesprochen als geschlossenes Wort, „wie Ast, nur mit P“) sind eine Band aus Frankfurt am Main, die in ihrer Musik unter Anderem Einflüsse aus dem alternative rock, elektronik, dance und irish folk verarbeitet. Sie werden von Hörern und Presse auf Grund von Stil, Auftreten und Herkunft allgemein der schwarzen Szene zugeordnet.

Bekannt wurden ASP vor allem durch den Zyklus um den Schwarzen Schmetterling, um den sich die ersten Veröffentlichungen drehen. 2008 erschien außerdem das Album „Zaubererbruder“, welches thematisch die sorbische Volkssage, um den Müllerjungen Krabat, aufgreift.
2011 begannen ASP mit dem Album „fremd“ den fremden Zyklus. Der Plot ist chronologisch nach den Ereignissen des Zyklus um den Schwarzen Schmetterling angelegt.

Bandgeschichte

ASP wurden im Sommer 1999 von Sänger Alexander Frank Spreng (Asp) und den ehemaligen Gabi Mohnbrot-Musikern Matthias Ambré (Matze), Andreas Gross (Tossi) und Oliver Himmighoffen (Himmi) gegründet. Den Spitznamen Asp erhielt Spreng, weil er dies als Kürzel für seine Schülerzeitungsartikel benutzte. Da die Band einen kurzen und einprägsamen Namen suchte, entschied man sich für ASP.
Bereits Ende des Jahres wurde die erste Promo-CD (darauf die Titel: Schwarzer Schmetterling, Sing Child und Teach Me War) aufgenommen.

2000 unterschrieben ASP einen Plattenvertrag bei Trisol und hatten ihren ersten Liveauftritt auf dem vom Onlinemagazin „The Gothicworld“ organisierten Gothicworld Festival in Geretzhofen. Am 3. November 2000 erschien das erste Album „Hast du mich vermisst“?.

Das Album „:duett“ wurde am 26. Oktober 2001 veröffentlicht. Im Dezember 2001 organisierten ASP das erste Mal das Festival „Die Zusammenkunft“, unter anderem mit L’Âme Immortelle, Janus und Chamber.

Am 28. Juni 2002 erschien die Zusammenkunft E.P., die Remixe des :duett-Albums von Künstlern aus dem persönlichen Umkreis von ASP enthält . Außerdem ging die Band im April 2002 erstmals auf Tour, als Support von Umbra et Imago.

Im Februar 2003 veröffentlichten ASP ihre erste Single „Weltunter (Komm zu mir)“.
Im August 2003 erschien unter dem Namen „Weltunter“ schließlich das dritte Album der Band.
Nach Release koppelten ASP außerdem noch zwei weitere Stücke (Stille der Nacht und Ich will brennen) aus.

2004 verließ Chorsänger Marcus Testory die Band, da er sich fortan ausschließlich seinen Projekten Chamber und Order of Lust widmen wollte. Daraufhin fällten ASP die Entscheidung, von nun an ohne Chor aufzutreten, so dass auch Holger Hartgen die Band verlassen musste. Beide sind dennoch weiterhin in Aktivitäten der Band involviert.

Im März 2004 waren ASP, neben anderen Szenebands, von der Insolvenz des Vertriebes EFA betroffen, weswegen die bisher erschienen Titel nicht mehr im Handel erhältlich waren. Im September wurden die drei Alben in dafür neu erstellten Boxen mit einigem Zusatzmaterial (Postkarten, Aufkleber u.Ä.) erneut veröffentlicht.

Im September desselben Jahres starteten ASP zusammen mit dem Zillo-Musikmagazin den Hässlich Kreativ-Wettbewerb, bei dem Remixe und neu eingesungene Versionen des gleichnamigen Songs sowie Zeichnungen zum Thema teilnehmen konnten. Nach Problemen mit ausbleibender Gewinnausschüttung seitens des Zillo übernahm der Orkus den Wettbewerb. Die CD mit den Gewinnerbeiträgen erschien 2006.

Die „Du bist nie allein“-Tour, zusammen mit PORN, fand im Dezember 2004 statt. Ende 2004 wechselten ASP Management und Bookingagentur.

Im April 2005 gingen ASP zusammen mit Nuuk auf die Hunger-Tour. Hierzu erschien eine gleichnamige, limitierte E.P., die nur auf der Tour selbst und im ASP-Online-Shop erhältlich war.

Am 4. Juli 2005 erschien das Album „Aus der Tiefe“ neben der normalen auch in einer limitierten Edition. Neben dem Album befindet sich im Digipack eine zweite CD mit zusätzlichen Liedern, Remixen (u.a. von Blutengel und Umbra Et Imago), einem von Alexander Spreng, Sara Noxx und Pit Hammann gesprochenen Auszug aus dem Roman Starfucker von Pit Hammann, zusätzlichen Illustrationen von Ingo Römling (Monozelle) und einem handnummerierten und signierten Echtheitszertifikat.

Im März 2006 wurde die Single „Werben“ aus dem Album ausgekoppelt. Neben einer 3-Track-CD erschien eine Vinyl-Luxusedition, die eine Schallplatte enthält, auf deren B-Seite Lieder sind, die die Fans in einer Onlineabstimmung ausgewählt haben. Dazu enthält das Paket die Schwarzes Blut-Promo-Single, eine CD mit der ASP Radio Show, einer fiktiven Radiosendung, in der Spreng Interviewfragen beantwortet und der Song Werben sowie einige Remixe anderer ASP-Stücke und der neue Song „Varieté Obscur“ gespielt werden. Unter anderem wirkten Thomas Sabottka und Constanze Rudert von Blutengel mit. Als weitere Extras sind vier Poster des Artwork-Titelgirls Emma, ein Kühlschrankmagnet und ein Streichholzbriefchen enthalten. Die (für eine Single) üppige Ausstattung sollte laut Band eine Persiflage auf den herrschenden Werbe- und Verpackungskult darstellen.

Im April 2006 gingen ASP zusammen mit der Band Chamber auf die gemeinsame Akustik Tour „Once in a lifetime“, bei der beide Bands gleichzeitig auf der Bühne standen und Lieder beider Gruppen rein akustisch interpretierten. Im Vorprogramm las der Autor Thomas Sabottka seine Interpretation des ASP-Stückes Hässlich sowie Auszüge aus seinem Buch „Rewind“.

Die ASP-Tour im Oktober 2006 trug den Titel „Ich bin ein wahrer Satan“. Zeitgleich dazu erschien die Single mit dem selben Titel in vier verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Liedern und Artworks. Jeder Single lag ein Teil eines Gutscheins bei. Wer alle vier Teile besaß, konnte sich auf einem Konzert der Tour die kostenlose CD Isobel Goudie abholen. Die Singles sind auf 1999 Stück limitiert, und die restlichen Isobel Goudie-CDs wurden nach der Tour eingestampft, um ein seltenes Sammlerstück zu schaffen.

Im März 2007 erschien das Album „Requiembryo“ als limitierte Doppel-CD und Doppel-LP mit aufwändiger Verpackung und Artwork sowie als Standard-CD. Dieses Album schließt den Zyklus um den Schwarzen Schmetterling endgültig ab.

Nach anfänglichen Streitigkeiten um die Rechte und Problemen mit dem aufgenommenen Material erschien im Mai 2007 die „Once In A Lifetime Recollection Box“ mit Liveaufnahmen der gleichnamigen Tour. Die limitierte und nummerierte 4-CD-Box enthält auf CD 1 und 2 das Konzert, CD 3 die Lesung von Thomas Sabottka und CD 4 Bonusmaterial vom Soundcheck u.ä. Die Aufnahmen entstanden während der Konzerte in Darmstadt, Leipzig und Herford.

Auf dem Wave-Gotik-Treffen 2007 spielte ASP ein Akustik- und ein Rockkonzert. Auf dem Akustikkonzert sprach Thomas Sabottka den Refrain des Stücks Hässlich, Hubert Kah stellte sein neues Stück Ave Maria vor und sang bei Hunger mit, Almuth Storch spielte Violine und Ralph Müller spielte die zweite Gitarre. Oliver „SaTyr“ Pade sang bei Duett (Das Minnelied der Incubi) und Elisabeth Pawelke sang das Duett „Mein Herz erkennt dich immer“ (beide Mitglieder bei Faun).

2008 erschien das offizielle Best-Of Album „Horror Vacui“. In der limitierten Edition enthält die Doppel-CD eine DVD auf der das, als Stopmotion Animation gestaltete, erste Musikvideo zu dem Song „Me“ enthalten ist. Gleichzeitig nahm das Label das Best-Of Album Interim Works Compendium vom Markt.

Kurze Zeit später erschien auch das Buch „Horror Vacui“, in dem alle Texte, teilweise mit bisher unveröffentlichten Strophen, nebst zahlreichen Kommentaren von Asp abgedruckt wurden.

Im August 2008 erschien das Album „Zaubererbruder - Der Krabat Liederzyklus“, in der sich ASP der sorbischen Sage um Krabat widmen. Das Album erreichte als erstes ASP-Album die Top 20 der deutschen Albencharts. Im Oktober 2008 fand hierzu eine weitere Akustiktour mit vier Gastmusikern statt.

Das dritte Doppelalbum in diesem Jahr war schließlich die Live-CD „Akoasma“ (Dezember 2008), die auf der Horror-Vacui-Tour entstand.

Im Juli 2009 erschien mit „Von Zaubererbrüdern“ ein weiteres Live-Album von ASP, aufgenommen im Herbst 2008 auf der Unplugged-Tour Von Zaubererbrüdern, Schwarzen Schmetterlingen und anderen Nachtgestalten. Das Album erschien erstmals neben CD auch auf DVD und Blu-ray Disc.

Im Oktober 2009 erschien die Single „Wer Sonst?/Im Märchenland“. Ursprünglich war ein ganzes Album geplant, dessen Veröffentlichung jedoch erst auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, da die Produktion der Von Zaubererbrüdern viel aufwändiger war als im Vorfeld geplant.

Im März 2011 gaben ASP das Ausscheiden von Gitarrist und Produzent Matthias Ambré bekannt. Als Gründe für die Trennung werden von offizieller Seite persönliche und berufliche Differenzen angegeben.

Im August 2011 erschien die Single „Wechselbalg“, welche im Digipack und als spezielle Vinyl-Variante veröffentlicht wurde. Als Hommage an die Band Ougenweide befindet sich die Coverversion „BaldAnders“ auf der Single. Darüber hinaus findet sich auf der CD-Variante der Single eine Liveaufnahme des Songs „Dancing“ im Akustikgewand aus dem Jahre 1995.
Die Single war Vorbote des neue Albums „fremd“ (fremder Zyklus Teil 1), das im Oktober des selben Jahres in Digibook-, einer auf 7000 Stück limitierten 2-CD- und einer auf 499 Stück limitierten Picture-Vinyl-Version erschein. Bei der anschließenden Tour standen im neuen Line-up der Band mit Lutz Demmler und Sören Jordan zwei ehemalige Umbra-et-Imago-Musiker.

Im Frühjahr 2012 wurde die Trennung vom langjährigen Schlagzeuger Oliver „Himmi“ Himmighoffen bekannt. Die Bestätigung durch die Band erfolgte am 03.06. Als Grund wurde Himmighoffens Bereitschaft, für Matthias Ambrés neue Band Die Kammer zu spielen, genannt.Himminghoffen wird zunächst durch Stefan Günther, welcher ein ehemaliger Bandkollege des derzeitigen Lead-Gitarristen Sören Jordan ist, für die Auftritte im Sommer ersetzt.

Am 16.11.2012 wurde die EP GeistErfahrer veröffentlicht, welche sechs neue Tracks enthielt.
Laut Asp gilt diese EP als Brückenstück zwischen „fremd: der fremde Zyklus 1“ und „Maskenhaft: Ein versinken in elf Bildern“. Dem nunmehr achten Album der Band, welches ab dem 02.08.2013 den fremden Zyklus offiziell fortführen soll.

Der Schwarze Schmetterling

Die ersten fünf Albenveröffentlichungen (Hast du mich vermisst, :duett, Weltunter, Aus der Tiefe, Requiembryo) gehören thematisch dem Zyklus des Schwarzen Schmetterlings an.
Der Schwarze Schmetterling (Zyklus) ist laut Asp die Vorgeschichte des fremden Zyklus, und sollte ursprünglich mit dem vierten Teil beendet werden. Aufgrund der großen Materialfülle erschien aber noch der fünfte Teil: Requiembryo, der die Geschichte nun abschließt.
Die Geschichte weißt neben zahlreichen Interpretationsebenen in den einzelnen Songs nicht nur mehrere Handlungsstränge, sondern auch unterschiedliche Enden auf. So kann das Schicksal von Asp und dem Schmetterling - von Stück zu Stück variieren.

Zur Handlung: Der Protagonist der Geschichte (Asp) ist Wirt eines uralten, dunklen Geschöpfes, dem schwarzen Schmetterling. Während Asp in der Regel die „helle Seite“ verkörpert, tritt der Schmetterling als dessen dunkler Gegenspieler auf und wird von Ihm als „eine Art Vampir, der sich nicht von Blut, sondern von der Seele des Wirts ernährt“ beschrieben. Beide sind ständig im Kampf um die Oberhand, dabei arbeitet der Schwarze Schmetterling sowohl mit Aggressivität, als auch mit subtiler Verführung.
Der Schmetterling gilt unter anderem oft als Metapher für Resignation und „die Bereitschaft, auch die dunkle Seite auszuleben“ sowie wie als „Bild der Metamorphose“.

Der Hauptort der Handlung ist der so genannte, im fiktiven Land Weltunter gelegene, Dunkle Turm. Auf den vor allem in dem Album Aus der Teife (Schwarzer Schmetterling Teil 4) eingegangen wird. Dort wird er als düsterer Ort mit unzähligen, verschlungenen Gängen beschrieben, in denen sich ein unbedarfter Besucher leicht verirren kann. Zwischen der Realität von Asp und Weltunter liegt das Portal der Augen. Er durchschreitet es erstmals in Teil 3 des Zyklus (Weltunter).

Artwork

Die Artworks zu den Alben stammen von dem szenebekannten Illustrator Ingo Römling alias Monozelle. Auf die visuelle Gestaltung wird von Seiten der Bands sehr viel Wert gelegt. Umfangreiche Informationen zur Entstehung der Aus der Tiefe-Illustrationen und der Werben-Titelfigur Emma sind auf der Homepage von Monozelle (siehe ASP-Familie) zu finden.

2001 erscheint das Bilderbuch Die kleine Ballade vom schwarzen Schmetterling. Die zeichnerische Umsetzung des gleichnamigen Liedes vom Album :duett stammt von Pit Hammann.

Am 16. Oktober 2006 ist die Graphic Novel Varieté Obscur erschienen, basierend auf dem gleichnamigen Lied, geschrieben von Alexander F. Spreng, gezeichnet von Ingo Römling. Dem Buch liegt eine CD mit einer neuen Version des Liedes (einem Monozelle-Remix) bei.

Seit 2011 stammen die Artworks der Band nun ausschließlich von dem deutschen Comiczeichner Timo Würz.

Sonstiges zur Band

Zur Veröffentlichung von Ich will brennen im Februar 2004 starteten ASP eine Aktion und Petition gegen die geplante Novellierung des Urheberrechts hinsichtlich des Verbots von Privatkopien. Der Single lag ein CD-Rohling bei, und auf der bandeigenen Homepage stand fast die gesamte Diskographie von ASP zum günstigen Bezahldownload bereit.

Sänger Alexander Spreng legte in ein- bis zweimonatigen Abstand im Club Kulturruine in Karlsruhe bei der Nacht des schwarzen Schmetterlings als DJ auf.

Die Band hält Kontakt zu ihren Fans, indem sie ihren offiziellen Fanclub Die Schwärmer e.V. unterstützt und sich im offiziellen Onlineforum Die Zusammenkunft beteiligt.

Die Fancommunity veranstaltet jährlich das sogenannte ASPecue, einen Grillabend in Frankfurt, an dem auch Mitglieder der ASP-Familie teilnehmen.

Die Band arbeitet mit einem relativ konstanten Umfeld von Künstlern zusammen, zu denen sie auch freundschaftliche Beziehungen unterhält. Dieser Personenkreis wird von Band und Fans als die „ASP-Family“ bezeichnet.

Zweimal im Jahr erscheint das Fan Magazin Papilion, in dem neben Interviews auch Tabs und Noten zu ASP-Songs veröffentlicht werden. Außerdem enthält es den Comicstrip Garg, der von Spreng geschrieben und von Ingo Römling gezeichnet wird.

Bearbeitet von hjbardenhagen am 27. Jul. 2013, 10:46

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