Donnerstag, 30. Juli - Samstag, 01. August – Wacken Open Air 2009
20 Years Louder Than Hell
Etwas spät - aber besser als nie - schreibe ich nun mal einen Bericht zum Wacken Open Air 2009. Er dient vor allem mir selbst, damit ich mich noch an die Zeit erinnere und nicht alles vergesse, wenn ich mittlerweile überhaupt noch alles vom Festival weiß.
-geplanter Ablauf-
(
definitiv, eventuell)
Donnerstag:
Schandmaul,
Lacuna Coil
Freitag: Walls Of Jericho - oder Tristania, Dragonforce, Bring Me The Horizon, Hammerfall,
Bullet For My Valentine,
Epica - oder In Flames,
Amon Amarth - oder ASP
Samstag: Heaven Shall Burn,
In Extremo – oder Pain,
Subway To Sally
Losgehen sollte es am
Mittwoch um
16 Uhr. Nachdem am Morgen bereits alle Sachen zusammengesucht worden waren, eine Tasche, eine Kiste und eine Menge Flaschen Wasser am Nachmittag bereitstanden ging es ans Beladen des Autos. Die nächsten 4 Tage sollte ich mit Anna, einer Freundin, und ihrem Vater verbringen – glücklicherweise hatte sich dieser bereit erklärt uns zum
W:O:A zu begleiten!
Später als geplant fuhren wir dann los, da ich erst etwas später als verabredet bei meiner Mitfahrgelegenheit antrudelte und sich das Einpacken der ganzen Sachen als schwieriger gestaltete als gedacht. Wie können drei Leute nur so viel mitschleppen? Wir nahmen echt so viel Zeug mit, dass wir den ganzen Kofferraum des Autos füllen konnten, und der war nicht gerade klein.
Unteranderem bestand der ganze Krempel aus zwei kleinen Selbstaufbau-Zelten, Schlafsäcken und Isomatten, jede Mengen Flaschen Wasser zum trinken aber auch zum waschen, Zähneputzen und Co., außerdem Unmengen von Essen, alle möglichen Dosensuppen und –nudeln, Milch, Müsli und was man sonst noch so für eine –mehr oder weniger, wobei die Betonung auf weniger liegt - ausgewogene Ernährung braucht. Unverzichtbar ist natürlich auch noch der Campingkocher.
Das ganze Essen hätte locker für sechs oder sieben Leute gereicht… ich frage mich mittlerweile warum wir überhaupt so viel mitgenommen haben..? Irgendwie war unsere Planung wohl nicht so gut, da ich Sachen kaufen sollte, die anderen aber auch noch Sachen besorgt hatten - die alleine hätten schon mehr als gereicht.
Was soll´s. Irgendwann waren jedenfalls die Sachen eingeladen und es ging gegen
17.30 Uhr endlich los. Vor uns lag eine
2 ½ stündige Autofahrt. Eigentlich Glück, dass wir nicht all zu weit fahren mussten, wenn ich mir so vorstelle von unten aus Bayern oder sogar aus dem Ausland da hinfahren zu müssen… aber trotzdem erschien mir die Fahrt extrem lang. Lag wohl daran, dass ich es nicht abwarten konnte anzukommen. Nervös war ich trotzdem nicht wirklich, erst kurz vor der Ankunft. Aber es war eher die Vorfreude, die überwiegte.
Während der Fahrt hielten wir schon mal Ausschau nach anderen Wacken-Gängern. Bei einigen ist das ja recht offensichtlich, wenn entweder auf der Heckscheibe W:O:A aus Klebeband zu lesen ist oder das Auto mit Wacken-Fahnen und allerlei Band-Stuff ausgestattet ist.
Da sieht man mal, dass ich noch nie zuvor auf einem Festival war bzw. auf dem Wacken - ich hätte nicht gedacht, das man auf jedem zweiten Auto die W:O:A-Aufschrift findet… jaja, das ist ja fast schon Mainstream!
Insgesamt gestaltete sich die Anreise recht unspektakulär. Wir hatten Glück und kamen gut durch, ohne im Stau stecken zu bleiben, sodass wir um
20 Uhr unser Ziel erreichten.
WACKEN! In der Stadt mussten wir jedoch ziemlich oft und vor allem lange halten, bis wir zu
Zeltplatz V gelotst wurden. Und ich hatte noch gedacht, dass noch nicht so viele Leute gekommen wären, das wir SO weit hinten Campen müssten… Wie gigantisch das Festival war konnte ich mir im Voraus echt nicht ausmalen.
Angekommen bauten Anna und ich kurzerhand die Zelte auf, während Annas Vater direkt ein Gespräch mit unseren Nachbarn begann. Unser „Heim“ befand sich in einer der Straßen, die von der
Heavy Metal Mainstreet abzweigten.
Anschließend gingen wir Richtung
Festival Gelände um uns auf dem Vorplatz unsere
Full Metal Bags und die
Wristbänder abzuholen. Da unser Weg zum Gelände recht weit war dauerte es entsprechend immer lange, soweit abseits zu sein zeigte in den nächsten Tagen aber auch seine Vorteile: Während weiter vorne irgendwann kein einiger Grashalm mehr stand sondern alles vollgeschlammt wurde und auch überall der Müll gleichmäßig verteilt lag, war im Gegensatz dazu unser Bereich ziemlich sauber und noch gut erhalten. Außerdem war so auch das Risiko, das vor, in oder auf das Zelt gekotzt wurde oder sich jemand verirrte bedeutend kleiner - Letzteres nahmen wir zumindest an, aber dazu später mehr.
Nach kurzem Umsehen auf dem Vorplatz des Festivalgeländes fanden wir auch die Ausgaben für Metal Bags und Co. Anschließend ging es zum
Wacken-Merchandise Stand. Dort lief alles jedoch ziemlich unorganisiert ab, sodass der Stand komplett überfüllt war. Annas Vater stellte sich für uns freundlicherweise eine Stunde an um T-Shirts zu besorgen. Meinem Freund sollte ich ein Shirt mitbringen, jedoch gab es die offiziellen Shirts nicht mehr, sodass Annas Vater Andere mitbrachte – Mädchenshirts. So hatte ich gleich erstmal ein Problem, da Mädchenshirts ja eher weniger für Jungen geeignet sind, also musste ich mir etwas überlegen,wie ich das eine T-Shirt wieder loswurde…
Mehr oder auch weniger zufrieden begaben wir uns wieder zum Campingplatzt und ließen den Abend vor dem Auto sitzend und Nutella-Crêpes essend ausklingen, bis Anna und ich es uns, so gut es eben möglich war, im Zelt gemütlich machten und uns gegen
0 Uhr schlafen legten, Annas Vater verbrachte die Nacht im Auto.
Der
Donnerstag begann zunächst recht ruhig. Die Bands begannen erst um
16 Uhr zu spielen, für uns war der erste Termin um
17 Uhr.
Die Stunden bis dahin mussten wir also anderweitig rumkriegen, was aber nicht besonders schwierig war. Nach dem Frühstück gingen wir um ungefähr
10 Uhr Richtung
Wacken-Innenstadt. Koordiniert wie wir waren, nahmen wir natürlich erst einmal einen totalen Umweg und waren ungefähr doppelt so lange unterwegs. An sich war es nicht schlimm länger laufen zu müssen, aber diese Hitze… Festivals im Sommer zu besuchen hat doch auch seine Nachteile. Aber ich war im Nachhinein sogar verwundert, dass ich nicht mit einem fetten Sonnenbrand nach Hause zurückkehrte, was ich trotz Sonnencreme stark angenommen hatte. In der Regel traue ich mich bei Sonnenschein nämlich nur auf die Straße, wenn es unbedingt nötig ist und hier war ich 3 Tage lang der Sonne von morgens bis abends quasi Schutzlos ausgeliefert.
Aaaaber zurück zum eigentlichen Bericht: Nachdem wir einmal quer durch das Dorf gelatscht waren und besichtigt hatten gingen wir wieder zurück um noch einmal kurz den
Medival-Markt beim Festivalgelände zu besuchen und anschließend zu unserem Campinggelände zurück zu kehren. Es war etwa
12.30, als wir dort ankamen und gleich erstmal eine Überraschung auf uns wartete: Ein Metaller und zwar schlafend in unserem Zelt. Das war natürlich nicht gerade eine tolle Entdeckung, vor allem gleich am ersten offiziellen Tag… Der gute Herr lies sich erst einmal schwer wecken, wusste dann nicht einmal mehr, was passiert und wann er überhaupt in Wacken angekommen war, wo das Zelt seiner Freunde und ihm stand und wo sich diese befanden.
Eine Stunde lang redete Annas Vater mit diesem, während zwischendurch einige andere Leute dazu kamen und versuchten zu helfen, oder einfach nur mit jemandem ein Gespräch führen wollten…
Irgendwann sind wir den Typen dann losgeworden, ich bin mir leider nicht mehr sicher wie, entweder er hat sich wieder an seinen Zeltplatz erinnert – was ich eigentlich nicht glaube- oder irgendjemand hat ihn mitgenommen und hat versucht mit ihm das Zelt zu suchen.
Auf jeden Fall ging es um
14 oder
15 Uhr wieder zum Festivalgelände, dort fragten wir nochmal nach, ob man T-Shirts umtauschen könnte, was natürlich nicht möglich war. Und auch die
Original Wacken Shirts gab es wieder nicht mehr.
Um etwa
16 Uhr sahen wir uns erst etwas auf dem Platz vor den Bühnen um und aßen nochmal etwas, dann begann das Warten vor der
Black Stage auf den Auftritt von
Schandmaul um
17 Uhr. Wie ich es mir im Vorfeld gedacht hatte, war für mich die Sicht auf die Bühne oft nicht möglich bzw. eingeschränkt, weil sich immer irgendwelche Leute so hinstellten, das ich, bedingt durch meine Größe, nur die Köpfe der ganzen Fans sehen konnte. Aber bei dieser Show ging es eigentlich noch, vor allem weil mich Annas Vater eine Zeit lang auf den Schultern herumtrug, von wo aus ich eine sehr gute Sicht hatte, auch wenn wir nicht besonders nah an der Bühne waren.
Schandmaul sind zwar nicht so hart, haben dafür aber mit viel Gefühl und humorvollen Ansagen gespielt. Auch die Songauswahl war gut, ich weiß noch ganz genau, als der Sänger Thomas Lindner fragte, ob denn
Krieger Vorort wären und ich voller Freude und recht laut
„JAAAH“ rief, das war zwar irgendwie lustig aber mir im Nachhinein trotzdem peinlich, aber was soll´s. Besonders schön war auch
Dein Anblick als Abschlusssong, leider gingen bei der Ankündigung eines „ruhigen Songs“ schon einige Leute vom Platz.
Insgesamt eine schöne Show und ich hab mich sehr gefreut
Schandmaul mal live sehen zu können.
Anschließend ging es wieder zum Auto zurück, wo wir einige Zeit verbrachten. Da es anfing zu regnen meinte Annas Vater schon, dass wir den Auftritt von
Lacuna Coil vielleicht nicht sehen könnten. Das war letztendlich auch so, aber aus anderen Gründen: Irgendwann hörten wir schon wie sie spielten und vermuteten gleich, dass ihre Show
vorgezogen wurde. Weil es aufgehört hatte zu regnen eilten wir also zur
Party Stage, jedoch war es bereits zu spät. Als wir dort ankamen, hatte die Show bereits aufgehört. Wie vermutet war ihr Auftritt eine Stunde vorgezogen worden, also von
22 bis 23 Uhr, weil zuvor
Anthrax ausgefallen waren. Das hatten aber nicht nur wir, sonder auch viele andere Leute nicht erfahren und warteten protestierend weiter vor der Party Stage. In diesem Punkt hat die Organisation auf dem Wacken wirklich nicht funktioniert, laut einem der umstehenden Leute hätte die Programmänderung nur kurz irgendwann am Nachmittag des selben Tages in einer Pause zwischen den Shows auf den Bildschirmen an den Bühnen gestanden. Da ist natürlich klar, dass viele das nicht mitbekommen. Ich selbst wollte zwar
Lacuna Coil nicht sehen, weil die Band nicht unbedingt meins ist, aber dafür wollte Anna gerne dort hin. Und weil sie ja auch zu einigen Bands, die nur ich sehen wollte, mitkam war natürlich klar, dass wir auch dorthin gehen wollten. Deswegen hat es auch mich geärgert, dass wir den Auftritt verpasst hatten, da es eine der wenigen Bands war zu deren Auftritten Anna wollte.
War aber nun nicht zu ändern also ging es wieder zu unserem „Heim“. Das Gewitter von vorhin begann erneut, weshalb Anna und ich unsere Schlafstädte vom Zelt in das Auto verlagerten. Um etwa
0 Uhr oder etwas später war der erste Festivaltag für uns zu Ende.
Zur etwa gleichen Zeit wie der vorige Tag begann auch der
Freitag. Durch das Gewitter in der Nacht hatten wir in unseren Zelten Wassereinbruch – ein Glück, dass wir diese Nacht im Auto verbracht hatten. Auch war der Boden matschig geworden – juhu, der typische
Wackenschlamm! Froh war ich, das ich kein einziges Mal ausgerutscht und hingefallen bin, denn über ganze Schlammfelder mit Chucks zu laufen ist nicht immer so einfach.
Auch wie am Tag zuvor ging es nach dem Frühstück erneut in die
Wacken-Innenstadt. Was wir da wollten weiß ich gar nicht… aber auf jeden Fall haben wir wieder etwas Zeit totgeschlagen. Es wäre aber besser gewesen, wenn wir nicht nach Wacken rein, sondern direkt zum
Metal Market am Festivalgelände gegangen wären. Dies taten wir nämlich nach unserem Besuch in der Stadt und sahen uns dort einige Zeit um, wir hätten aber noch eine ganze Menge mehr Zeit gebraucht, um an allen Ständen vorbeizugehen und die Sachen anzuschauen. Da ich immer noch kein passendes Wacken T-Shirt für meinen Freund hatte ergattern können, kaufte ich dort als Ausgleich erst einmal ein
Arch Enemy Shirt für ihn.
Wieder beim Zeltplatz gab es zunächst Mittag, danach stand uns noch etwas Zeit zur Verfügung, bis unser erster Termin anstand. Anna und ich nutzen die Zeit um das überflüssige
Wacken-Mädchen-Shirt zu verkaufen, aber wir hatten irgendwie keinen Erfolg. Entweder die Leute hatten bereits selber ein T-Shirt und brauchten kein weiteres oder es war ihnen zu klein bzw. zu groß. Einige ignorierten uns auch einfach, wenn wir sie ansprachen. Gut, ich denke, ich hätte wahrscheinlich auch niemandem ein Shirt einfach so abgekauft… Und nie im Traum hätte ich gedacht, selber mal etwas so zu verticken. Als ich schon eigentlich nicht mehr daran glaubte und kurz bevor wir aufhören wollten die Leute zu fragen wurde ich das Shirt jedoch glücklicherweise los. Ein Mädchen kaufte es mir ab und zum Glück sogar für den Preis, für den ich es erstanden hatte. Gut für sie war so ja, dass sie sich die Zeit beim Anstehen am Merchandise-Stand sparen konnte. Juhu, toll, das Problem war endlich gelöst!
Um etwa
16.30 Uhr hieß es wieder: Auf zum Festivalgelände! Nach dem Verzehr von chinesischen Nudeln, die übrigens nicht besonders geschmeckt haben, stellten wir uns beim
Meet & Greet Point an, denn bald war es Zeit für:
In Flames nach
18 Uhr war die Schlange bereits lang – zumindest länger als ich es erwartet hätte. Aber gut, verständlich, da alle drankommen wollten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits Bedenken. Annas Vater vertraute uns zwei Metallern an, die vor uns in der Schlange standen und die auf uns „aufpassen“ sollten. Die beiden waren eigentlich sehr nett, nur leider habe ich ihre Namen vergessen, aber das würde na dieser Stelle eh niemandem helfen. Während unseres Wartens spielten
HammerFall auf der
Black Stage, wodurch wir diesen Auftritt zumindest mithören konnten… danach hatte ich den ganzen Tag und auch noch teilweise am nächsten einen Ohrwurm von
Hearts On Fire… Eigentlich ein guter Song, aber manchmal war das echt nervig… Aber gut, besser als von einem anderen Lied, denn eigentlich ist
Hammerfall nicht unbedingt mein Fall.
Um
19 Uhr wurden die Leute in dieses Absperr-Warte-Ding gelassen, hmm tut mir leid, aber ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. So ein Ding, wo man immer in Schlangenlinien gehen muss… hm das klingt irgendwie Kacke… Naja zumindest wurden die Fans rein gelassen und um
19.15 Uhr kamen dann auch
In Flames und die
Autogrammstunde ging los. Wir hatten jedoch kein Glück, eine „Bahn“ von Leuten war noch vor uns, als der Security-Mensch keine Leute mehr hoch zur Band lies. Trotz des lautstarken Protestes der Fans war nichts zu Ändern und die Band verließ den Stand… Wie mich das geärgert hat, ich war so nervös gewesen und hatte eh bereits die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl gehabt und dann kamen wir wirklich nicht mehr dran. Was ich von der Organisation auch nicht verstand, war, dass
In Flames, bei denen man sich sicher sein konnte, dass ein ganzer Ansturm von Fans kommen würde, nur
45 Minuten Zeit bekamen. Jetzt hatten wir
1 ½ Stunden gewartet und währenddessen auch den Auftritt von
Bring Me the Horizon im
Headbangers Ballroom verpasst und das umsonst. Nun ja, wir haben die Band sehen können, aber das war auch das einzig Gute an dem Erlebnis.
Immer noch etwas trauernd ging unser Programm jedoch sofort weiter: Um
20.15 Uhr begann der Auftritt von
[atrist]Bullet For My Valentine[/atrist] auf der
Black Stage. Leider konnte ich diesen nicht immer genießen, da mir oft die Sicht versperrt wurde. Hier waren mehr Leute als bei der Show von
Schandmaul am Tag zuvor. Außerdem, und ich weiß selbst das das albern ist, beschäftigte mich das nicht stattgefundene
Meet & Greet immer noch… Aber
Bullet For My Valentine lieferten eine gute Show ab, leider spielten sie nicht
Room 409, worauf ich mich total gefreut hätte. Schade fand ich auch, dass ihr Auftritt so plötzlich zu Ende war und sie sich nicht richtig von der Menge verabschiedeten – zudem hätten sie noch Zeit gehabt einen weiteren Song zu spielen. Gut, das mag jetzt vielleicht kleinlich klingen, aber wenn eine Band eh nur eine Stunde spielt macht ein Song mehr oder weniger schon etwas aus. Also Musikalisch gut, aber ihr „Abgang“ war etwas schade.
Nach der ganzen Steherei ruhten wir uns mit Cola im
Biergarten aus, von wo aus Annas Vater den Auftritt von
Motörhead verfolgte. Weil es sich nicht mehr gelohnt hätte zurück zum Auto zu latschen – außerdem hätte ich das gar nicht gewollt, meine Füße taten so schon weh – verbrachten wir die Zeit bis zur Show von
In Flames auf dem Festivalgelände. Erneut versuchten wir unser Glück am
Merchandise-Stand doch wie zu erwarten war, erneut ohne erfolg, die Original-Shirts waren erneut vergriffen.
Da bei der Show von
In Flames wohl sehr sehr sehr viele Leute kommen würden, versuchten wir bereits um
22 Uhr zur
Black Stage zu gelangen. Jedoch war der Andrang von Menschen bereits so groß, dass die Security-Leute teilweise keine Leute mehr durch die Eingänge ließen. Blöd war, dass es nur einen Ausgang gab. Da
Motörhead zuvor gespielt und dort ebenfalls Unmengen von Leuten zur Stage gepilgert waren mussten diese ja auch irgendwie wieder raus. Da aber gleichzeitig die
In Flames Fans rein wollten, gab es ein riesen Gedrängel und Geschubse, in das wir mitten hineingeraten waren. Die ganze Zeit wurde hin und her gedrängelt und die Leute schienen gar nicht zum Ausgang zu gelangen. Als
In Flames begannen, steckten wir immer noch etwas in der Menge der zum Ausgang Strömenden und konnten natürlich auch keinen guten Platz mehr bekommen. Sooooo viele Leute! Wir verfolgten den Auftritt fast vom Ausgang aus, nunja wenn wir denn die Bildschirme sehen konnten. Immer liefen irgendwelche Leute vorbei, so dass wir selbst immer hin und herlaufen mussten, um etwas sehen zu können. Während des Auftrittes spielte keine Band parallel auf der
True Metal Stage, deshalb wurden auch auf den Bildschirmen dieser Bühne das geschehen der
Black Stage übertragen. Und wow, sie waren einfach nur gewaltig! Jeder Song war unglaublich und auch die Pyrotechnik erfüllte ihren Zweck. Wobei mir auffiel, dass die meisten Tracks neuer waren, also ab der Zeit von
Reroute to Remain, was mich jedoch überhaupt nicht störte – mir gefallen sowohl die alten als auch die neuen Alben. Nach diesem tollen Auftritt quartierten wir uns wieder im
Biergarten ein, um auf
Amon Amarth um
2 Uhr zu warten. Auch hier gab es einen großen Ansturm, jedoch verfolgten wir die Show nur von ganz ganz hinten bei den Ausgängen, da es keinen Sinn hätte sich durch die Menge zu drängeln und man von dort eine bessere Sicht auf die Bildschirme hatte. Des weiteren waren wir alle schon recht erschöpft.
Während des Auftrittes von
In Flames zuvor hatten auch
Epica auf der
Party Stage gespielt, welche ich eigentlich auch gerne gesehen hätte, jedoch hatte ich mich eindeutig für
In Flames entschieden, denn das war mir dann doch wichtiger gewesen – und ich hatte es nicht bereut. Doch als
Amon Amarth nun ihre Playlist durchzogen gaben auch
ASP auf der
Party Stage ihr Bestes. Am liebsten wäre ich dort gewesen, da auch dort der Ansturm nicht so groß war – alle Leute waren schließlich bei
Amon Amarth, so dass sich nur eine überschaubare Menge vor der Bühne tummelte. Da Anna und ich jedoch beide
Amon Amarth mögen und sie
ASP nicht, war für mich klar, dass ich nicht so egoistisch sein und zu
ASP gehen konnte. Wir konnten aber auch nur den halben Auftritt von
Amon Amarth sehen, weil Annas Vater zurück zum Auto wollte, um dem Ansturm von Leuten auf das Campinggelände nach der Show zu entkommen. So begleitete uns nur der vom Wind herübergetragene Klang der Musik auf unserem Rückweg, leider bekam ich aber auch davon nicht mehr viel mit. Die Erschöpfung setze nach und nach immer mehr ein und ich wollte einfach nur noch ankommen. Kurz nach
3 Uhr war dann Schlafenszeit.
Samstag, der letze Festivaltag, begann – welch Wunder- etwa um
10 Uhr mit Frühstücken und der anschließenden Wanderung in die
Innenstadt des Wacken-Landes. Was wir dort gemacht haben? … Pizza und Muffins gegessen und Leute sowie Stände angesehen. Warum wir da waren? Keiiiiine Ahnung…
Nun ja, auf jeden Fall war danach wieder unser routinemäßige Besuch beim
Wacken-Merch-Stand dran. Und yeah, endlich haben wir wirklich Shirts bekommen! Wir hatten verdammtes Glück, denn von den
Wacken Originalshirts gab es nur noch 3 Stück in Grüße S und danach nur noch ab L. Etwas blöd war jedoch, dass S genauso groß ist, wie normalerweise M. Warum das? Frage ich mich auch, keine Ahnung, irgendwie blöd… Naja aber wir hatten endlich die Wacken Shirts, da war alles andere erst einmal egal!
Anschließend besuchten wir noch einmal kurz den
Metal Market, versorgten uns mit Getränken und Essen und warteten im
Biergarten. Bis die Zeit gekommen war, sich wieder beim
Meet & Greet Point anzustellen, denn um
16.15 Uhr sollten dort
In Extremo Autogramme schreiben. Da wir nicht denselben Fehler wie bei In Fames tags zuvor machen wollten, standen wir hier um kurz vor
15 Uhr in der Schlange. Nach der Enttäuschung beim letzen Mal hatte ich auch hier keine so große Hoffnung. Doch dieses Mal war uns das Glück wohlgesonnen und wir kamen noch dran! Wie ich mich gefreut habe! Aber ich war viel, viel zu nervös! Das einzige was ich sagen konnte war ein gemurmeltes
„Hallo“ zum Sänger und ob wir ein Foto machen könnten. Bei den anderen Bandmitgliedern bekam ich dann meist gar nichts heraus. Weil ich mein T-Shirt unterschreiben ließ fragte mich einer, ob es auch ok wäre, wenn er mit einem schwarzen Stift (auf dem schwarzen Shirt) unterschreiben würde, da er gerade keinen silbernen hatte und ich murmelte einfach nur
„ja…“, war mir in dem Moment recht egal, außerdem hätte ich es wohl nicht geschafft zu wiedersprechen. Als ich von allen Autogramme hatte, war ich extrem erleichtert und habe mich wie sonst was gefreut. Übrigens hörten wir wieder während des Anstehens den Auftritt von
Heaven Shall Burn – nunja ich für meinen Teil habe nicht so wirklich drauf geachtet, weil ich viel zu nervös und von dem
Meet & Greet abgelenkt war.
Weiter im Programm: Bis zum nächsten Punkt auf unserer Liste, der Show von
In Extremo, hatten wir noch
2 Stunden Zeit, die wir am
Band-Merchandise-Stand und erneut im
Biergarten verbrachten. Ich hätte eigentlich noch gerne ein
Schandmaul-Shirt gekauft, da aber meine Geldreserven erschöpft waren – ich hatte ja bereits zwei Original-Wacken Shirts, ein Mädchen-Wacken-Shirt und das
Arch Enemy Shirt gekauft – konnte ich mir das nicht mehr leisten, den Rest wollte ich lieber für Trinken und eventuell Essen sparen. Wie bereits am Anfang erwähnt, wir hatten zwar Unmengen von Essen mit, jedoch verbrachten wir die meiste Zeit auf dem Festivalgelände und kauften dort etwas.
Als wir –mal wieder- vor der
Black Stage warteten und die Spielleute von
In Extremo anfingen dem Publikum einzuheizen konnte ich die Show nicht ganz genießen. In Gedanken war ich etwas beschäftigt, da direkt nach dem Gig das
Meet & Greet von
Subway to Sally beginnen sollte, aber wir uns natürlich eigentlich bereits während
In Extremo noch spielten anstellen müssten. Zum Glück erklärte sich Annas Vater irgendwann bereit, sich erst einmal für uns beim
Meet & Greet anzustellen, so konnte ich mich die restliche Zeit auf die Musik konzentrieren. Die Darbietung war spitze, auch wenn ich anfangs ja nicht alle Songs direkt verfolgt hatte. Klassiker wie
Vollmond kommen immer gut an und auch viele der Songs des neusten Albums
Sängerkrieg sorgten für Stimmung. Es war aber keine Zeit zu verlieren um sich über den tollen Auftritt zu freuen, Anna und ich mussten direkt ihren Vater beim Warten ablösen, während sich dieser sogar erneut für uns Anstellte, denn nach
Subway To Sally war die Autogrammstunde von
Pain dran, bei der wir uns natürlich nicht selbst anstellen konnte, wenn wir noch bei
Subway To Sally warteten. Nachdem wir bei
In Extremo Glück hatten, war jedoch hier erneut Schluss, bevor wir zur Band gelassen wurden. Es waren nur noch 6 Leute vor uns gewesen,
6! Da ich aber fast damit gerechnet hatte und bei
In Flames schon so enttäuscht wurde, war ich zwar auch hier niedergeschlagen, aber nicht mehr so sehr wie beim letzen Mal.
Als nächstes war
Pain dran. Diese hatten gleichzeitig mit
In Extremo gespielt, deshalb konnten wir ihre Show nicht sehen, dafür mussten wir nun zumindest Autogramme erhaschen! Also nahmen wir erneut den Platz von Annas Vater ein, während dieser die Zeit in der wir warteten im
Biergraten verbrachte. Nach dem Misserfolg zuvor wurden wir hier wieder zur Band gelassen und konnten uns die Unterschriften mitnehmen, außerdem ein Foto von Anna und dem Sänger. Übrigens hat Anna ein voll perverses Autogramm bekommen! Bei einem Bild des Sängers, das sie unterschreiben lies, zeichnete eines der anderen Bandmitglieder eine… ähm… Erweiterung. Aber darauf gehe ich jetzt nicht näher ein, wer weiß, vielleicht lesen das hier ja Minderjährige (okay, bin ich ja selber noch, aber egal).
Nun war es etwa
22 Uhr, wir gesellten uns zu Annas Vater im
Biergarten um uns dort auszuruhen. Um
23 Uhr gingen wir zur
True Metal Stage um uns am Rand einer großen Menschenmenge
Saxon anzusehen, zumindest Annas Vater. Die Band war zwar nicht total schlecht, aber einfach nichts für mich. Aber macht ja nichts, sonst hatten wir Annas Vater ja auch immer zu unseren Gigs mitgeschleppt, des Weiteren hatten wir momentan eh nichts Besseres zu tun als zu warten. Nach der Darbietung verbrachten Anna und ich die Zeit in einem der Aufenthaltszelte neben den Fressbuden, bewaffnet mit einem Kakao und Pizza. Warum war es denn in der Nacht so kalt? Tagsüber schwitze man sich fast zu Tode und wurde von der Sonne gebrutzelt und nachts war man ohne eine Jacke aufgeschmissen und fror sich den Allerwertesten ab! Natürlich hatten wir auch eben keine Jacken dabei… aber zum Glück mussten wir nicht mehr all zu lange warten, um
2 Uhr sollten
Subway To Sally auf der
True Metal Stage mit ihrer Playlist beginnen. Kurz vor
2 Uhr warteten wir also darauf, dass es endlich losging, während
GWAR (nein, ich werde die Band nicht verlinken…) auf der
Black Stage ein nun ja… merkwürdiges Spektakel vollführten. Seid dem kann ich diese Band nicht leiden, okay ich gebe zu, vorher habe ich mich noch nie mit ihnen beschäftigt, was aber wohl auch nicht so schlimm war. Mit hat nämlich ihr Auftritt überhaupt nicht gefallen, das meiste fand ich nämlich echt ekelig und obszön. Und dann spielten sie auch noch eine Viertelstunde länger als auf dem Plan stand! Die meiste Zeit habe ich einfach versucht nicht hinzusehen…
Dazu kam, dass der Aufbau auf der
True Metal Stage etwas länger dauerte und
Subway To Sally mit etwas Verspätung begannen. Sofort vergas ich, dass es kalt und ich eigentlich schon recht erschöpft war und konzentrierte mich auf die Musik der Mittelalter-Band. Mit guten, zum Teil auch lustigen Ansagen und einer abwechslungsreichen Songauswahl spielten sie sich durch ihr Programm. Um
2 Uhr morgens waren nicht viele Fans vor der Bühne anzutreffen, schon einigem aber es hätten um einiges mehr sein können, nichtsdestotrotz ein super Auftritt!
Nach diesem langen Tag verbrachten wir also die letze Nacht im Auto und versuchten wenigstens ein paar Stunden zu schlafen, bevor wir am
Sonntag wieder Richtung „richtiger“ Heimat aufbrechen wollten. Um
3 Uhr legten wir uns schlafen und standen um etwa
9 Uhr oder etwas später wieder auf.
Es ging ans Einpacken und Saubermachen des Umliegenden Bereiches, einsammeln des Mülls und Zusammensuchens aller Sachen. Viel Lust dazu hatte ich nicht, ich war immer noch erschöpft, müde und naja, wer hat denn schon Lust aufzuräumen? Aber gut, irgendwann waren wir dann auch fertig und nach dem letzen Besuch der
Dixi-Klos (während des Aufenthalts in Wacken hatten wir übrigens einige echt ekelige Erlebnisse mit den Dixis… man können die stinken! Da haben es Kerle teilweise doch besser… naja wie auch immer) startete unsere Rückfahrt. Anna und ich verbrachten die meiste Zeit halb dösend.
Während wir auf der Hinfahrt gut durchgekommen waren und nur
2 ½ Stunden für die Fahrt gebraucht hatten, so standen wir nun stundenlang im Stau – und das bei einer Höllen-Hitze! Es war fast unerträglich im überhitzen Auto zu sitzen und nicht einmal ein kühles Getränk zu haben… ganz genau weiß ich es nicht mehr, aber für die Fahrt brauchten wir bestimmt mindestens
sechs Stunden, um etwa
11 Uhr waren wir losgefahren und kamen dann am
späten Nachmittag an.
Wieder zu Hause musste erst einmal geduscht werden, das hatte ich die letzen Tage (natürlich) nicht gemacht. Den Rest des Tages und den folgenden verbrachte ich die meiste Zeit rumliegend im Bett um mich von den 4 Tagen zu erholen, mir aber auch nochmal alles in Erinnerung zu rufen. Auch wenn ich wirklich erschöpft war, so hat es sich ohne Frage gelohnt beim Wacken gewesen zu sein. Ich würde sofort wieder hinfahren, da besteht kein Zweifel. Es gibt zwar auch negative Aspekte, wie die ständige Hitze, doch lässt sich dieses leiht mit den ganzen positiven Dingen aufwiegen, denn es war ein tolles Festival, mit unheimlich guten Bands, sympathischen Leuten und einer Menge Spaß.
Hoffentlich wird es für mich bald wieder die Möglichkeit geben das Wacken zu besuchen, nächstes Jahr wird das auf jeden Fall nichts, da der erste Festivaltag genau der erste Schultag in Niedersachsen ist und ich für diesen keine Freistellung bekomme. Werde schauen, ob ich 2010 auf ein anderes Festival kann, aber wer weiß, vielleicht wird es ja 2011 wieder etwas mit Wacken.
Bands:
Schandmaul - 2
Bullet For My Valentine - 2-3
In Flames - 1
Amon Amarth - 2
In Extremo - 1-2
Subway To Sally - 1-2
(4 = schlecht, 3 = okay, 2 =gut, 1 = super)