Biografie

Die Band, die sich anfangs Českomoravská nezávislá hudební společnost (Unabhängige böhmisch-mährische Gesellschaft für Musik) nannte, wurde im Frühjahr 1988 gegründet und spielt seitdem bearbeitete Volkslieder aus Böhmen, Mähren und der Slowakei. Anfangs trat die Band im Prager Park kultury a oddechu Julia Fučíka (Park der Kultur und Erholung Julius Fučík) auf, wo jedes Wochenende der so genannte „Alte Markt“ (Mittelaltermarkt mit tschechischen Handwerksständen) stattfand. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte František Černý. Nach der Veröffentlichung des ersten Albums Dověcnost 1991 ging die Band allmählich von akustischen zu elektrischen Klängen über. Nach einigen Besetzungswechseln entschied sich die Gruppe für eine Kürzung des Bandnamens in Českomoravská hudební společnost (Böhmisch-mährische Gesellschaft für Musik) und gab unter diesem Namen 1996 ihr zweites Album Mezi horami heraus. Einige Kritiker meinen, es sei das beste Album, das die Band je veröffentlicht hat.

In diesem Jahr starb auch der Mitbegründer der Band Jiří Břeněk und Karel Holas wurde festes Bandmitglied. 1999 spielte die Band als Vorgruppe für eine Tournee von Lucie und nennt sich seitdem Čechomor. Im darauffolgenden Jahr veröffentlichte Čechomor das Album Čechomor, auf dem zum ersten Mal auch Lenka Dusilová auftrat, die heute ständiger Gast ist. Unter der Leitung des Sängers und Komponisten Jaz Coleman veröffentlichte die Band 2001 das Album Proměny, auf dem Čechomor gemeinsam mit dem Kammerorchster des Collegiums der tschechischen Philharmoniker spielt. Für dieses Album erhielt Čechomor drei Anděl (Engel – tschechischer Musikpreis): für die Band des Jahres, das Album des Jahres und das Lied des Jahres („Proměny“).

Nach diesem Erfolg schnupperte Čechomor ins Filmgeschäft hinein, indem die Band im fiktiven Dokumentarfilm Rok ďábla (Jahr des Teufels) des Regisseurs Petr Zelenka mitspielte. In diesem Film sind auch Jaromír Nohavica, Karel Plíhal und Jaz Coleman zu sehen. Er wurde 2002 erstmalig im Kino gezeigt und gewann den tschechischen Löwen (tschechischer Filmpreis) für die beste Musik.

Nach dem kurzen Intermezzo beim Film brachte die Band zwei Livemitschnitte heraus (Čechomor live 2002 und Proměny tour 2003), die auch auf DVD erschienen. 2004 brachte Čechomor das Best-Of-Album Čechomor 1991–1996 heraus und ersetzte den Schlagzeuger Radek Klučka durch Roman Lomtadze. Gemeinsam mit ihm veröffentlichte die Band 2005 das Album Co sa stalo nové. Das bisher letzte Album ist Sváteční (2007), auf dem sich traditionelle und weniger bekannte Weihnachtslieder aus Böhmen, Mähren, der Slowakei und Polen befinden.

Bearbeitet von Arkarnis am 18. Sep. 2008, 15:23

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