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Interstellar Records Festival

Festival
Vergangenes Event
Freitag, 26. März 2010 Samstag, 27. März 2010
Mär 26

Kapu

Kapuzinerstraße 36
4020 Linz
Österreich
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Tel: +43-(0)732-779660
Web: www.kapu.or.at

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Neun Jahre hat das Linzer Label Interstellar Records mittlerweile auf dem Buckel - aus der Taufe gehoben damals, lang ist’s her, in den heiligen Hallen der Druzba, lautstark unterstützt von experimentellen Elektrolärm von Calamari:Autopsy und dem Innsbrucker Gitarrenungetüm Turn Out.

Seitdem ist viel Donau das Wasser… öhm… umgekehrt natürlich: viel Wasser die Donau runter und der Releasekatalog mittlerweile auf beachtliche 20 Stück angewachsen – darunter so manche Perle aus nahen und fernen Gefilden, u.a. von 27, Analena, Bug, BulBul, GI Joe, Merzbow, Reflector, Tumido, MenKillingMen, …. Leise wird’s auf jeden Fall auch in nächster Zeit wohl nicht weitergehen, ein guter Grund also, mal wieder ordentlich auf den Putz zu hauen, auf hoffentlich noch viele Jahre Krachmacher-jeglicher-Ausprägung anzustoßen und Geburtstag zu feiern!

Tag 1: Freitag, 26. März 2010 – 19.30 Uhr - Film Ist. A Girl & A Gun (2009, Gustav Deutsch, 93 min), Rdeča Raketa

Den Einstand am Tag 1 der Geburtstagsause macht Gustav Deutsch´s 2009 erschienener Film „Film Ist: A Girl & A Gun“, ein Drama in 5 Akten in dem es um eines der ältesten Themen der Kinematographie und der Menschheit geht – die Konfrontation der Geschlechter. Für den Soundtrack zeigen sich in erster Linie Christian Fennesz, Burkhard Stangl und Martin Siewert verantwortlich, ein Auschnitt daraus wurde unter der Mitwirkung der kolumbianischen Sängerin Lucia Pulido von Interstellar auf 7inch gepresst, allerdings mittlerweile leider nicht mehr erhältlich.

Anschließend an den Film geigen Maja Osonjek und Matija Schellander unter dem Namen „Rdeča Raketa“ - rote Rakete auf slowenisch - auf. Zu hören gibt’s hauptsächlich elektronisches Instrumentarium, tatkräftig unterstützt von Blockflöte, Vocals, diversen Gadgets, Tonbändern, E-Bass.

Maja Osojnik ist gebürtige Slowenin und arbeite derzeit gemeinsam mit BulBul und Susanna Gartmayer am zweiten Release des „Broken Heart Collectors“ und vertritt einen anspruchsvollen Mix aus Experiment und Pop. Bekannt ist vor allem ihr Programm slowenischer Volkslieder, das beim Carinthischen Sommer ein grosser Erfolg wurde.

Matija Schellander kennt man in Linz am besten als Bassisten von Metalycée. Er ist ausserdem Teil des Low Frequency Orchestra und des klingt.org Kollektives . Musikalisch bewegt er sich in einem spannenden Terrain mit starken Einflüssen aus Punkrock, Jazz, zeitgenössischer Avantgarde und Improvisation.

Am zweiten Tag gibt’s ordentlich was auf die Ohren, und obendrein eine Überraschung, eine sensationelle… aber zuerst noch ein bisschen auf die Folter spannen und mal so erzählen, wer den Anfang macht: die Space Combo NI nämlich, eine Ottensheim-goes-Linz All-Stars-Truppe, deren Mitglieder in Bands wie Tumido, Braaz und Gigi’s Gogos schon die Kapuwände wackeln haben lassen. Präsentiert wird zur Feier des Tages ihr aktuelles Schaffenswerk (siehe Review im letzten Kapuzine). Zu hören gibt’s 3 lärmende Gitarren plus Schlagwerk irgendwo zwischen Don Caballero, The Ex und Monty Python. In selbstgebastelten Raumanzügen (!!).

Als grosse Überraschung wär an diesem Abend die super-duper-one-time-zur-Feier-des-Tages Reunion Show von Sensual Love geplant gewesen. In letzter Sekunde ereilte uns aber die ganz traurige Nachricht, dass aufgrund eines gebrochenen Arms aus der geplanten Show nix wird. Wir hoffen jedenfalls, dass das mal nachgeholt wird!

Den Abend musikalisch beschliessen werden VITALY TSCHERNOBYL AND THE MELTDOWNS aus Innsbruck, die zwar ihr Linzdebut geben, allerdings dennoch keine unbekannten Gestalten sind hier: Mason, früher hauptverantwortlich für beinharte Gitarrenriffs und epische Flächen in Bands wie Turn Out, At the Seventh Gate und (den frühen ) Bug, und Fabi, hier am Schlagzeug, spielt Gitarre bei Tod des Trompeters. Gehen tut das Trio in Richtung GYBE, und lässt dabei den Geist der alten Turn Out mitschwingen – da passt das natürlich grossartig, dass die erwürdigen Buam von BUG den Abend in der Druzba mit konservierten musikalischen Perlen und Trinksprüchen abrunden werden!
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