Gary
Ostpol
Dienstag, 24. April 2012
OstpolDienstag, 24. April 2012
Gary
A Golden Choir (Tobias Siebert / klez.e)
…präsentiert von Dynamite Booking!
http://www.deathtogary.de/
Slacker Kingdom Revisited!
Als die ersten Töne eines Omnichords schüchtern aus den Boxen knistern,
beginnt man schon zu ahnen, wo man gelandet ist. Und spätestens beim Refrain
des zweiten Liedes “Epitaph“, wo es heißt: “This Is Our Future Going Up In
Flames“, weiß man, wo man sich befindet. Mitten im fröhlichen Nihilismus, im
Paradies der Planverweigerer, im Slacker Kingdom.
Evan Dando lehnt leicht müde an einem Baum, Kippe im Mund, Gitarre in der
Hand und pfeift Lou Barlow ein Lied. Bei “Mazunte“ schauen dann kurz Alex
Chilton, Chris Bell und der Rest von Big Star auf ein schnelles Bier vorbei, bevor
sich alle gemeinsam zu Superchunk auf die Wiese setzen, um eine Ode an den
gescheiterten Revolutionär Bill Ayers zu singen. Achso, Teenage Fanclub, Steven
Malkmus, J. Mascis, die Throwing Muses, Juliana Hatfield und Guided By Voices
sind natürlich auch da.
Jetzt könnte man denken, dass Gary so sehr aufgehen in ihrer Slacker Glorie,
dass sie sich nicht einmal die Mühe machen, eigene Lieder zu schreiben. Aber
dieser Gedanke wird spätestens bei “Twisted Beds“ von einem lauen
Sommerwind weggefegt. Und bei “Love Is Love“ und “Hell Teema“ ist man sich
dann ganz sicher: Hier wird nichts nachgemacht! Hier ist eine Band zuhause in
dem, was sie tut. Klar erkennt man die Einflüsse und Helden in den Liedern. Aber
das muss so sein, denn das hier ist POP! In Capital Letters. Und trotzdem wird
alles, die ganze Welt, ähnlich wie bei Best Coast, Girls oder Yuck, durch ganz
eigene, neue Augen gesehen. Durch die Augen von Teenagern, die sich das erste
Mal auf einer Pavement-Show küssen und zerbrochenen Liebschaften zu
Sebadoh-Tapes hinterher weinen. Hier werden Songs in die ungerechte,
überkomplizierte Welt hinausgesungen mit der Euphorie, dem Schmerz, der
Enttäuschung und ja, auch der Wut der Jugend. Denn wie sagte schon Calvin
Johnsonn von Beat Happening: “Rock´n´Roll Is A Teenage Sport, Meant To Be
Played By Teenagers Of All Ages“. Und bei diesem Album “Hey Turtle, Stop
Running!“ weiß man dann endlich wieder, warum Calvin immer Recht hat!
(Promo zum neuen Album „Hey Turtle – Stop Running!“ - VÖ: 09.03.2012)
http://www.deathtogary.de/
Slacker Kingdom Revisited!
Als die ersten Töne eines Omnichords schüchtern aus den Boxen knistern,
beginnt man schon zu ahnen, wo man gelandet ist. Und spätestens beim Refrain
des zweiten Liedes “Epitaph“, wo es heißt: “This Is Our Future Going Up In
Flames“, weiß man, wo man sich befindet. Mitten im fröhlichen Nihilismus, im
Paradies der Planverweigerer, im Slacker Kingdom.
Evan Dando lehnt leicht müde an einem Baum, Kippe im Mund, Gitarre in der
Hand und pfeift Lou Barlow ein Lied. Bei “Mazunte“ schauen dann kurz Alex
Chilton, Chris Bell und der Rest von Big Star auf ein schnelles Bier vorbei, bevor
sich alle gemeinsam zu Superchunk auf die Wiese setzen, um eine Ode an den
gescheiterten Revolutionär Bill Ayers zu singen. Achso, Teenage Fanclub, Steven
Malkmus, J. Mascis, die Throwing Muses, Juliana Hatfield und Guided By Voices
sind natürlich auch da.
Jetzt könnte man denken, dass Gary so sehr aufgehen in ihrer Slacker Glorie,
dass sie sich nicht einmal die Mühe machen, eigene Lieder zu schreiben. Aber
dieser Gedanke wird spätestens bei “Twisted Beds“ von einem lauen
Sommerwind weggefegt. Und bei “Love Is Love“ und “Hell Teema“ ist man sich
dann ganz sicher: Hier wird nichts nachgemacht! Hier ist eine Band zuhause in
dem, was sie tut. Klar erkennt man die Einflüsse und Helden in den Liedern. Aber
das muss so sein, denn das hier ist POP! In Capital Letters. Und trotzdem wird
alles, die ganze Welt, ähnlich wie bei Best Coast, Girls oder Yuck, durch ganz
eigene, neue Augen gesehen. Durch die Augen von Teenagern, die sich das erste
Mal auf einer Pavement-Show küssen und zerbrochenen Liebschaften zu
Sebadoh-Tapes hinterher weinen. Hier werden Songs in die ungerechte,
überkomplizierte Welt hinausgesungen mit der Euphorie, dem Schmerz, der
Enttäuschung und ja, auch der Wut der Jugend. Denn wie sagte schon Calvin
Johnsonn von Beat Happening: “Rock´n´Roll Is A Teenage Sport, Meant To Be
Played By Teenagers Of All Ages“. Und bei diesem Album “Hey Turtle, Stop
Running!“ weiß man dann endlich wieder, warum Calvin immer Recht hat!
(Promo zum neuen Album „Hey Turtle – Stop Running!“ - VÖ: 09.03.2012)
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