KampnagelSonntag, 3. April 2011
Jaga Jazzist
22303 Hamburg
Deutschland
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Tel: +49-(0)40-27094949
Web: www.kampnagel.de
Das erste Album von Jaga Jazzist („Jævla Jazzist Grete Stitz“) wurde 1994 veröffentlicht, als die jüngsten Bandmitglieder gerade 14 Jahre alt waren. Es war, so sagten sie, „ein Album über’s Ausprobieren, ohne die Angst zu versagen“ und diente somit als Manifest für vieles, was seitdem folgte. Es liegt in der Natur solch großer Kollektive, dass Entwicklung Zeit braucht, und obwohl ihr zweites Album „Magazine“ (1998) von den heimischen Kritikern freudig gefeiert wurde, war es erst 2001 mit „A Livingroom Hush“, dass die Ideen, auf die sie mit ihrer früheren Arbeit angespielt hatten, wirklich zu blühen begannen. Europa wurde aufmerksam, Touren folgten, und Tracks wie „Animal Chin“ und „Lithuania“ wurden bald zu Klassikern ihrer Live-Shows. Sieben Jahre des zusammen Spielens resultierten in glühenden Auftritten, als ob man eine kontrollierte Explosion miterlebt, während die Musiker ständig drohen, die Kontrolle über die Musik zu verlieren, aber dieses scheinbare Chaos nur nutzen, um die Sache noch höher zu treiben. Keine Angst zu fallen.
Unter Beibehaltung der akustischen Abenteuerlust der Band nahmen sich Jaga Jazzist auf „The Stix“ mehr der elektronischen Elemente an, mit denen sie auf „A Livingroom Hush“ schon experimentierten. Dies war Jaga Jazzist’s Interpretation von elektonischer Musik, ein Album, das charakterisiert ist durch rauhen, aufwendigen Rhythmus, den Drummer Martin Horntveth oft mit Drum Boxes und vorprogrammierten Beats auskämpft. Die Resultate begeisterten jeden, vom Observer Music Monthly bis Mars Volta.
Nach vielem Touren kam die Zeit für ein neues Kapitel in der Jaga Jazzist Geschichte, „What We Must“. Nachdem Monate vergingen, um neues Material zu schreiben, zerriss die Band alles, ging in ein isoliertes Studio in den norwegischen Wäldern und nahm das Demo auf, das jetzt unter dem Namen die Spydeberg Session bekannt ist. Aufgenommen in einem Take an einem Tag war es der durchbrechende Moment für die Gruppe. Ein Sound, der näher an ihrem Live-Sound war als jemals zuvor. Die Band begann schon von „ihrem“ Rock-Album zu sprechen. Dies war eine kaleidoskopische Aufnahme mit Rock Styles, von frühem 90er britischen Shoegazer Gitarren-Pop bis 70er Prog Rock, alles durchzogen mit Jaga Jazzist’s eigener einzigartiger Logik.
Nachdem das neue Material live getestet wurde, kehrten sie zurück ins Studio und benutzten die Spydeberg Session als Basis für das Album „What We Must“, die vielleicht radikalste Entwicklung in ihrer bisherigen Karriere. Im Grunde ist dieses Kollektiv eine ruhelose Seele, die gleichzeitig in verschiedene Richtungen geht, aber immer nach vorne. Schnell. Die Band testet ihre Grenzen, sowohl persönlich als auch musikalisch. Darum ist es unmöglich, sie zu kategorisieren. Und darum sind sie besonders. Jaga Jazzist ist etwas natürliches und schönes. Eine Notwendigkeit. Für sie und für uns.
Sie tun, was sie tun müssen. Es versteht sich von selbst, dass sie es ohne Angst tun.
„Ground floor for musical innovation, lunacy and special-offer ideas…“ (NME)
„… a feast of infectious beats and exciting arrangements delicately resolved with nuance to produce a variety of atmospheric pleasures“ (THE WIRE)
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