Ólafur Arnalds

Nils Frahm

Vergangenes Event
Freitag, 29. Oktober 2010
Okt 29

Babylon Berlin: Mitte

Rosa-Luxemburg-Straße 30
10178 Berlin
Deutschland
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Tel: +49-(0)30-2425969
Web: www.babylonberlin.de

BESTUHLT, FREIE PLATZWAHL!

Auf ‘…and they have escaped the weight of darkness’ setzt Ólafur Arnalds seine Mission fort, eine Indie-Generation aus Pop- und Rock-Fans

in eine Welt aus betörender elektronischer Kammermusik und klassischen Arrangements zu locken. Für sein zweites Album lud Arnalds den
Kopf der exzentrischen Pop/Rock/Elektronik-Formation Bang Gang, Barði Jóhannsson, als Co-Produzenten in sein Studio ein und folgerichtig
klingt das Werk mehr denn je nach einem organischen Crossover. Jóhannsson war vor allem dafür zuständig, die minimalen Arrangements mit
einer Vielzahl an Instrumenten einzufärben: „Das Album hat ein ganz klares Thema“, so Arnalds, „nämlich dass es immer Licht nach der Dunkelheit
gibt. Für mich hat es eine viel positivere Stimmung als die Vorgänger.“ Als Arnalds die Eröffnungsszene eines ungarischen Indie-Films sah, entdeckte
er darin eine unmittelbare Verbindung mit seinem eigenen Konzept – und benannte das Album nach einer Schlüsselzeile aus dem einleitenden
Monolog, in dem poetisch-metaphorisch eine Sonnenfinsternis beschrieben wird.
‘…and they have escaped the weight of darkness’ läutet somit ein weiteres intensives Jahr für Ólafur Arnalds ein, das von einer ausgedehnten
Welt-Tournee, die bereits Ende März 2010 in China beginnen und ihn auch erneut nach Deutschland führen soll, geprägt sein wird. Die Tour
und das neue Album stellen dabei einen konsequenten nächsten Schritt in der Entwicklung des 23-jährigen Isländers aus Reykjavik dar.
Innerhalb der letzten 18 Monate ist er aus dem Vorprogramm seiner Landsmänner Sigur Rós zu einem international renommierten Solo-
Künstler aufgestiegen. Der angesehene Choreograph Wayne McGregor lud ihn ein, den Soundtrack zu ‘Dyad 1909’, einem zeitgenössischen
Ballettstück, zu komponieren. Zwischendurch schrieb und veröffentlichte Arnalds eine Woche lang jeden Tag ein neues Stück über die
Webseite seines Labels Erased Tapes. Die ‘Found Songs’ sowie das Video zu dem Stück ‘Ljósið’, wurden seitdem eine halbe Million Mal
abgespielt und heruntergeladen.
Man hört dem Album diese Weiterentwicklung klar an. Einige der Stücke wurden in unregelmäßigen Abständen direkt während der Tour
geschrieben und profitieren von der emotionalen Intensität, ständig auf Achse zu sein: „Der erste Teil von ‘Gleypa okkur’ wurde beispielsweise
während eines Soundchecks in München geschrieben, während ich die zweite Hälfte des Stücks in Braunschweig fertig gestellt habe“ erinnert sich
Arnalds. Zusammen mit Barði Jóhannsson, der sowohl für seine ausgefallene Persönlichkeit als auch seinen einzigartigen elektroakustischen
Klang bekannt ist, verfeinerte Arnalds diese spontan entstandenen Tracks dann im Studio: „Ich wollte diesmal auf jeden Fall etwas anderes
machen, etwas mehr. Mit einem Produzenten zusammenzuarbeiten, war Teil dieser Entscheidung.“
Dieses „mehr“ drückt sich nun in Arrangements aus, die eine neue klangliche Vielseitigkeit demonstrieren. So kommen auf ‘…and they have
escaped the weight of darkness’ weitaus mehr Instrumente zum Einsatz: Schlagzeug, Gitarre, Stimme, Rhodes, einige subtil eingesetzte
Synthesizer und schließlich Arnalds’ Klavier. Zudem war für einige Stücke Basslegende Tony Levin am Werk. Arnalds hat somit gegenüber
seinen früheren Veröffentlichungen einen offeneren und räumlicheren Klang geschaffen, der einladend, leidenschaftlich und eingängig klingt
und die oft geschlossene Welt der Klassik erneut ein kleines Stückchen weiter aufbricht.
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